Fledermäuse überwintern oft in Brennholzstapeln

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Deutsche Presse-Agentur

Wer Brennholz im Garten stapelt, sollte nach dem Rat von Tierschützern damit rechnen, eine Fledermaus zwischen den Scheiten zu finden. Am besten lässt man die Tiere an Ort und Stelle - keinesfalls aber sollte man sie in die Wohnung bringen.

In den vergangenen Wochen hätten sich immer wieder besorgte Naturfreunde gemeldet, die so einen kleinen Winterschläfer entdeckt hatten, teilte der Naturschutzbund (NABU) in Mainz mit. Unter anderem die - wie alle Arten - streng geschützten Rauhautfledermäuse nutzen gerne Brennholzstapel als vermeintlich sicheren Unterschlupf.

„Meist sind es nur einzelne Tiere, es wurden aber auch schon größere Schlafgemeinschaften gefunden“, berichtet Andreas Kiefer vom NABU Rheinland-Pfalz. Die winzigen Säuger sind gerade einmal sechs Zentimeter lang, haben eine Spannweite von 25 Zentimetern und wiegen höchstens 15 Gramm. „Sie passen also bequem in eine Streichholzschachtel.“

„Ist die Fledermaus unverletzt, lässt man sie am besten an Ort und Stelle und deckt sie vorsichtig wieder ab, ohne sie zu verletzen. Man sollte jedoch gewährleisten, dass sie das Quartier im Frühjahr ohne Hilfe wieder verlassen kann“, erklärt der Fachmann. Auf gar keinen Fall dürfe man die Fledermaus in die Wohnung bringen. „Die Wärme weckt sie aus dem Winterschlaf, und das endet meist tödlich. Denn ihre Nahrung aus Insekten ist im Winter rar. Das Tier wäre also dem Hungertod geweiht.“

Ist die Fledermaus verletzt oder lässt sich das Quartier auch mit bestem Willen nicht erhalten, sollte Expertenrat gesucht werden. Diesen gibt es beispielsweise im Internet unter www.fledermausschutz-rlp.de.

Arbeitskreis Fledermausschutz Rheinland-Pfalz: www.fledermausschutz-rlp.de

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