Fidel Leib gewinnt am Nürburgring

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Fidel Leib auf dem Nürburgring.
Fidel Leib auf dem Nürburgring. (Foto: Fidel Leib)
Sportredakteur
Schwäbische Zeitung

Nächster Erfolg für Rennfahrer Fidel Leib aus Wangen: Mit drei weiteren Fahrern gewann der 29-Jährige die Klasse SP10 beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Bereits im Vorjahr war Leib mit einem Porsche Carrera siegreich gewesen. In diesem Jahr startete er in einem Mercedes-AMG GT 4.

An Erfolge ist Tourenwagenfahrer Leib in dieser Saison schon gewöhnt. Früh landete er einen Klassensieg in der VLN-Langstreckenmeisterschaftsrennserie – was deshalb historisch war, weil es weltweit den ersten Sieg des neuen Mercedes-AMG GT 4 bedeutete. Nun hat Leib mit Carlos Gomez, Stefan Karn und Kim-Luis Schramm einen nächsten Meilenstein gesetzt. Denn am vergangenen Wochenende kam der erste Sieg überhaupt bei einem 24-Stunden-Rennen hinzu.

„Es war ein sehr hartes und schwieriges Rennen“, sagte Leib: „Es war einfach unbeschreiblich. Die 250 000 Fans feiern einfach eine Woche lang eine riesige Party. Bei der Einführungsrunde dürfen die Fans auf die Strecke was wirklich für eine einmalige Atmosphäre sorgt.“ Leib fuhrt wieder den Start, kämpfte sich sogleich von drei auf zwei vor. Danach lag er dicht hinter einem führenden BMW. Durch einen perfekten Boxenstopp nach acht Runden fuhr er schließlich auf Platz eins vor. „Den konnten wir bis zum Schluss halten“, freute sich Leib.

Gerade die Nacht sei in diesem Jahr sehr schwer gewesen, erzählte Leib. Zwischenzeitlich sei ein Unwetter losgebrochen, gerade habe er sich auf seiner zweiten Runde befunden – und das auf Slics. „Dann hieß es einfach nur überleben“, schilderte Fidel Leib die Ereignisse. 25 Kilometer lang habe er sich durch Sturm und Regen gekämpft. Der Nürburgring hab seinem Namen „Grüne Hölle“ alle Ehre gemacht. Vier Stunden vor Schluss unterbrachen die Veranstalter das Rennen, 80 Minuten vor dem Ende wurde es wieder gestartet. „Die Sicht war schlecht, es zog Nebel auf“, schilderte Leib seine Eindrücke.

Sein Fazit fiel überschwänglich aus: „Dieses Rennen hat von jedem Fahrer wirklich alles abverlangt. Wir haben als Team wirklich einen perfekten Job gemacht und verdient gewonnen.“

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