Feuerwehr Bösenreutin bestätigt seine Kommandanten

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Der neue Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Bösenreutin zusammen mit Bürgermeister und Kreisbrandinspektor. (von links nach rec
Der neue Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Bösenreutin zusammen mit Bürgermeister und Kreisbrandinspektor. (von links nach rechts) Thomas Heimpel, Nico Müller, Daniel Padberg, Stefan Schiller, Martin Keller, Jörg Aghte, Rainer Müller sowie Wolfgang Endres. (Foto: tasc)
Tanja Schittenhelm

Bei der sehr gut besuchten Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Bösenreutin in der Alten Schule haben in diesem Jahr doppelte Neuwahlen angestanden.

Am Anfang des Abends stand ein Rückblick vom Vorsitzenden Stefan Schiller auf ein, was die Einsätze angeht, eher ruhiges Jahr 2018. Nach schwierigen Zeiten in den vergangenen Jahren mit weniger Veranstaltungen, dem Wegfall des Heiberfestes und weniger Interesse am Verein von Seiten der aktiven Mitglieder verwies Stefan Schiller noch einmal auf den Sinn der freiwilligen Feuerwehr oder einer Wehr im Allgemeinen. „Hier geht es um mehr als nur um Feuer, Wasser, Öl oder umgestürzte Bäume. Der Sinn ist es, die Menschen zu schützen, für die Gemeinde da zu sein, Hilfe zu leisten und die Schicksale dahinter zu sehen“, so der Vorsitzende über das Ziel und die Motivation des Vereins, welcher sich aber wieder deutlich im Aufschwung befindet. Kommandant Martin Keller erklärte, dass die 26 Mann starke Feuerwehr im vergangenen Jahr zu insgesamt 13 Einsätzen ausgerückt ist, darunter ein Kfz-Brandeinsatz, dass es aber mit zwei technischen Hilfen und zehn Sicherheitswachen ein relativ ruhiges Jahr war. Dazu kommen noch eine Vielzahl an Übungsstunden, 17 Lösch- und Atemschutzübungen sowie Übungen zur technischen Hilfeleistung.

Bürgermeister Jörg Agthe bedankte sich bei der Feuerwehr für ihren ehrenamtlichen Dienst und für die ruhige und besonnene Zusammenarbeit und sieht hier einen Zusammenhalt über die Generationen hinweg. Des Weiteren lobte er das hohe Potenzial der Wehr und die hervorragende Jugendarbeit, die mit zehn Mitgliedern in einer kleinen Gemeinde wie Bösenreutin, wo es so gut wie keinen Zuzug gibt, sehr beeindruckend ist.

„Anbau für die Zukunft“

Immer noch Thema ist der neue Anbau, der Platz für das zweite Einsatzfahrzeug schaffen soll. Der sich nun schon sehr lange hinziehende Antrag ist immer noch nicht abschließend genehmigt. „Seit acht Jahren steht das Einsatzfahrzeug nun schon bei Kommandant Martin Keller im Hof, dies ist alles andere als üblich“, so Agthe. Auch ließ der Bürgermeister durchklingen, dass im „Dornröschenschlaf“ liegenden Bösenreutin mit einem aktuellen Bebauungsplan von 1967, nach neuen Baugebieten gesucht wird.

Kreisbrandmeister Wolfgang Endres berichtete über die gut aufgestellten Feuerwehren im kleinsten Landkreis in Bayern sowie über neue Anschaffungen, wie beispielsweise die neue Drehleiter in Lindenberg und über durchgeführte Aktionen im vergangenen Jahr. Auch dankte er den fünf Freiwilligen für deren Sondereinsatz bei der Unterstützung der Liebherr Werksfeuerwehr bei der DKMS-Spendenaktion.

Jugendausbilder Lucas Müller wird in Zukunft die vielfältige Ausbildung der zehn Nachwuchsfeuerwehrmänner und -frauen zusammen mit Robin Auer übernehmen, nachdem Fabian Lehmann den Posten nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit abgegeben hat.

Nach den Ehrungen für zehn Jahre Mitgliedschaft von Kilian Krepold, Daniel Padberg und Christian Hartmann, standen noch Neuwahlen auf dem Programm, welche durch Bürgermeister Jörg Agthe durchgeführt wurden. Hier gab es keine großen Veränderungen, was ein Beweis für die gute Arbeit der Kommandant- sowie der Vorstandschaft der vergangenen Jahre ist. Als neuer und alter Kommandant wurde Martin Keller einstimmig für sechs weitere Jahre wiedergewählt, unterstützt vom zweiten Kommandanten Rainer Müller, der dieses Amt nun bereits seit 24 Jahren begleitet. Auch Stefan Schiller stellte sich wieder zur Wahl und wurde auch hier in seinem Amt bestätigt. Eine Neuerung gab es bei der Wahl des Stellvertreters. Thomas Herzig, lange Jahre in der Vorstandschaft aktiv, stellte sich berufsbedingt nicht mehr zur Wahl, wird aber der Feuerwehr treu bleiben. In dessen Amt wurde Nico Müller einstimmig gewählt. Thomas Heimpel, langjähriger Kassier und Schriftführer, wird weiter als Kassier tätig sein. Das Amt des Schriftführers hingegen übernimmt von nun an für die nächsten vier Jahre Daniel Padberg.

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