Feuer in Lagerhalle in Gussenstadt: Knapp zwei Millionen Euro Schaden

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Die Feuerwehr aus Heidenheim ist mit 174 Mann ausgerückt, um einen Großbrand in einer landwirtschaftlichen Lagerhalle in Gussen (Foto: fmr)
Aalener Nachrichten

Bei einem Großfeuer, das in der Nacht zum Mittwoch eine Produktionshalle für Kaninchenfutter auf dem Aussiedlerhof Kerler an der Landesstraße zwischen Gussenstadt und Waldhausen im Landkreis Heidenheim zerstört hat, ist ein Schaden von rund 1,5 Millionen Euro entstanden. Bei den Löscharbeiten ist ein Feuerwehrmann verletzt worden.

Als die ersten Feuerwehr-Fahrzeuge die brennende Halle erreichten, war schnell klar, dass Überlandhilfe aus Geislingen sowie alle Abteilungen der Gesamtwehr Gerstetten benötigt wurden. Angefordert wurden deshalb die Wehren aus Böhmenkirch, Eybach, Dettingen, Gerstetten, Geislingen, Gussenstadt, Heidenheim, Heldenfingen, Heuchlingen und Waldhausen. Insgesamt waren es 174 Feuerwehrleute mit 30 Fahrzeugen, darunter die Drehleitern aus Gerstetten und Geislingen. Rund 40 Mann des Roten Kreuzes waren vor Ort. Ein Feuerwehrmann musste wegen einer leichten Rauchvergiftung und Erschöpfung behandelt werden.

90 Minuten nach der Alarmierung war das Großfeuer soweit eingegrenzt, dass für das Wohnhaus und die benachbarten Stallungen keine Gefahr mehr bestand. Sorge bereitete gegen Ende der Wasservorrat in den Zisternen. Mit einem Schlauchwagen wurde deshalb eine doppelte Leitung zu einem anderen Aussiedlerhof ausgerollt.

Bereits am 2. Januar 2012 war der Vorgängerbau einer Produktionshalle an gleicher Stelle bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Die neue Halle war seit etwas mehr als vier Monaten in Betrieb und mit einer modernen Verpackungsanlage ausgestattet worden. Sie allein stellt einen Wert von 400 000 Euro dar. Die neue Halle in Stahl- und Trapezblech-Bauweise kostete etwa 1,2 Millionen Euro. Bei dem Brand am 2. Januar 2012 konnte keine Brandursache festgestellt werden. Damals ging, wie diesmal auch, eine großflächige Photovoltaikanlage in Flammen auf.

Noch während der Nacht hat die Kriminalpolizei mit der Ursachen-Forschung begonnen. Dazu sollte am Mittwoch außerdem ein Hubschrauber eingesetzt werden.

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