Felssprengung außer Kontrolle: Fenster, Autos und Hausfassaden beschädigt

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Schwäbische Zeitung

An der Baustelle Funkenbühel in Bregenz waren 17 Sprengungen in den vergangenen Wochen gut gegangen. Bei der 18. ging jedoch eine Menge zu Bruch.

Die Baufirma nahm am Mittwoch um 11:15 Uhr an der Baustelle eine Nachsprengung vor. Seit Dezember 2018 hatte die Spezialfirma bisher 17 erfolgreiche Sprengungen dort umgesetzt. Bei dieser Nachsprengung sollte weiterer Fels gesprengt werden.

Zehn tonnenschwere Matten sollten Schutz bieten

Der Bereich war mit insgesamt zehn schweren Sprengschutzmatten á 1,3 Tonnen abgesichert. Bei der einzigen Sprengung an diesem Tag sei ein Bohrloch, vermutlich wegen der unterschiedlichen Gesteinsbeschaffenheit, "ausgefahren" - so der Sprengmeister. Dabei wurden zahlreiche, zum Teil faustgroße Gesteinsbrocken bis zu der 80 bis 100 Meter weit entfernten Wohnanlage Hauengasse geschleudert.

Wie ein Wunder keine Verletzten

Es gingen Fensterscheiben und Dachziegel zu Bruch. Auch an den Hausfassaden entstanden erhebliche Schäden. Bei einem in der Wohnanlage geparkten PKW schlug ein Gesteinsbrocken die Windschutzscheibe durch.

Personen sind bei der Sprengung wie durch ein Wunder nicht verletzt worden.

Die Sprengung war grundsätzlich behördlich genehmigt und wurde von einem dazu befugten Sprengmeister ordnungsgemäß durchgeführt. Die Sicherheitsvorkehrungen, wie etwa Straßensperren, wurden eingehalten. Zur strafrechtlichen Beurteilung wird der Sachverhalt wegen Verdacht auf fahrlässige Gemeingefährdung durch Sprengmittel an die Staatsanwaltschaft Feldkirch berichtet.

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