FC Wangen gehen die Spieler aus

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Spielmacher Okan Housein, hier vorne im Spiel in Balingen, ist fit und steht Wangens Trainer Adrian Philipp zur Verfügung.
Spielmacher Okan Housein, hier vorne im Spiel in Balingen, ist fit und steht Wangens Trainer Adrian Philipp zur Verfügung. (Foto: Josef Kopf)
Markus Prinz

Mit vier Punkten aus den ersten zwei Spielen ist dem FC Wangen der Saisonstart in der Fußball-Verbandsliga eigentlich ordentlich gelungen. Doch vor dem Heimspiel gegen den VfB Neckarrems am Samstag (15.30) plagen Trainer Adrian Philipp und seine Mannschaft personelle Engpässe. „Aktuell stehen mir fürs Wochenende lediglich 13 Feldspieler zur Verfügung, wenn es schlecht läuft sind es sogar nur elf oder zwölf“, hadert Adrian Philipp.

Zu den langzeitverletzten Franz Rädler, Djamel Yachir Eddine, Steffen Friedrich und Niklas Hartmann gesellten sich nun weitere Ausfälle. Etwa Torjäger Thomas Maas, der sich Anfang des Jahres einer Hüftoperation unterziehen musste, jedoch in der Sommervorbereitung erstaunlich schnell wieder auf dem Platz zu finden war und keinerlei Probleme hatte. Im Pokalspiel gegen Ravensburg hatte Maas seinen ersten Startelfeinsatz nach knapp neun Monaten Pause gefeiert, war aber bereits nach 25 Minuten unglücklich umgeknickt und hatte sich alle drei Bänder im Sprunggelenk gerissen. Maas wird voraussichtlich erst zum Ende der Hinrunde wieder spielen können.

Am Samstag fehlen Adrian Philipp zudem auch Daniel Wellmann, der privat verhindert ist, sowie urlaubsbedingt Enes Demircan und Chris Fleischer. Bei so vielen Ausfällen wird es auch unter der Woche wieder lichter auf dem Trainingsplatz, „die letzten zwei Wochen waren deutlich besser, aber diese Woche waren wir wieder nur zwölf Spieler im Training“, sagt Philipp.

Problem ist nicht Qualität, sondern die Breite des Kaders

Aussicht auf wesentliche Besserung gibt es auch für den Herbst nicht. Da werden Daniel Wellmann, Fabian Eninger und auch Yannick Huber über längere Zeit fehlen, „es wird nicht einfacher“, meint Philipp. Hoffnung fürs Wochenende besteht einzig bei Patrick Kramer, der nach einer Bauchmuskelzerrung in dieser Woche erstmals mit der Mannschaft trainiert hat. Mario Vila Boa, der berufsbedingt bislang nur wenig trainierte, steht am Wochenende zur Verfügung und hat gute Chancen auf einen Startelfeinsatz im Wangener Sturmzentrum. „Wir werden auch gegen Neckarrems wieder eine konkurrenzfähige Mannschaft auf den Platz bringen. Es fehlt uns nicht an der Qualität der Spieler, derzeit eher in der Breite des Kaders“, sagt Philipp.

„In dieser Verbandsliga kann jeder gegen jeden gewinnen“

Darum war der Coach auch sehr froh über den Spielplan, der dem FC Wangen einen spielfreien Wochenspieltag bescherte. „Das ist sicherlich kein Nachteil für uns“. Der kommende Gegner Neckarrems musste unter der Woche spielen, gewann souverän mit 4:2 gegen Tübingen und führte zur Halbzeit bereits mit 4:0. „Der Kader von Neckarrems ist groß genug, um das wegzustecken. Das Problem sind auch oftmals nicht die schweren Beine, sondern der Kopf, da man es im Amateurbereich nicht gewohnt ist so viel zu spielen“, so Philipp über die Englischen Wochen. Vor einer Woche beim Aufsteiger Hofherrnweiler-Unterrombach verlor Neckarrems mit 0:3. Das Ergebnis war für viele eine große Überraschung, hatte der VfB am ersten Spieltag beim 4:1 gegen Sindelfingen noch überzeugt. „In dieser Verbandsliga wundert mich eigentlich gar nichts mehr, bis auf Backnang, die in dieser Saison sicherlich eine Ausnahmestellung haben, kann jeder gegen jeden gewinnen“, sagt Philipp. Gegen Neckarrems kann sich Adrian Philipp ohnehin nur an „enge Spiele“ erinnern. Tatsächlich endeten von den letzten 14 Partien nur drei Spiele mit mehr als einem Tor Unterschied. Auch die Bilanz der letzten 14 Spiele ist ausgeglichen: vier Siege, sechs Unentschieden und vier Niederlagen. „Es wird, wie so oft, sicherlich die Tagesform entscheidend sein. Aber im eigenen Stadion wollen wir möglichst gewinnen“, sagt Adrian Philipp.

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