FC Bayern will Top-Duo Dampf machen

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Deutsche Presse-Agentur

Der FC Bayern München will sich mit seiner Verfolgerrolle in der Fußball-Bundesliga nicht abfinden und das Spitzenduo unter Druck setzen.

Um die Voraussetzungen für einen Angriff auf die punktgleich führenden Teams von Bayer Leverkusen und 1899 Hoffenheim zu schaffen, muss der Rekordmeister am 14. Spieltag aber zunächst die Pflichtaufgabe gegen Schlusslicht Energie Cottbus lösen. Danach folgen mit dem Gastspiel in Leverkusen und der Heimpartie gegen Hoffenheim die Duelle gegen die direkte Konkurrenz. Die „Herbstmeisterschaft“ ist trotz des Drei-Zähler-Rückstands noch ein realistisches Ziel. „Wir wollen noch Punkte gutmachen bis zur Winterpause“, kündigte Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann an.

Allerdings dürfen sich die Münchner, die daheim in dieser Saison so viele Gegentore kassierten wie kein anderer Club, gegen die Lausitzer nicht solche Aussetzer erlauben wie zuletzt beim verschenkten Sieg (2:2) in Mönchengladbach. Da vertändelte die Elf einen 2:0-Vorsprung, doch dieser „Betriebsunfall“ (Rummenigge) soll gegen Cottbus repariert werden. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn in allen fünf Partien in München war Energie bisher chancenlos. Fünf Niederlagen und ein Torverhältnis von 2:18 stehen aus Cottbuser Sicht zu Buche. Mit dem mühevoll errungenen zweiten Saisonsieg (1:0 gegen Karlsruhe) vor einer Woche hat das Team von Bojan Prasnikar aber Selbstvertrauen getankt. „Es ist viel Druck aus den Köpfen“, wies Kapitän Timo Rost auf den psychologischen Effekt hin.

Vor unangenehmen, aber lösbaren Auswärtsaufgaben stehen Leverkusen bei der abstiegsbedrohten Arminia aus Bielefeld sowie Hoffenheim beim Mitaufsteiger 1. FC Köln. Auch ohne den gesperrten Gonzalo Castro will Bayer die Spitze behaupten. Nach seinem ersten Länderspieltor beim 1:2 gegen England am Mittwoch ist Torjäger Patrick Helmes guten Mutes: „Wir wollen so lange da oben stehen wie möglich.“

Wie Bielefeld hofft auch der VfL Bochum auf den zweiten Sieg in der laufenden Spielzeit. Zum Duell der Schweizer Trainer empfängt die Elf von Marcel Koller dessen Landsmann Lucien Favre mit der auf Rang vier gekletterten Hertha. Seit neun Spielen warten die Bochumer nun schon auf ein Erfolgserlebnis. „Ich hoffe, dass es uns mal gelingt, ein Tor mehr zu schießen als der Gegner“, sagte Koller.

Ein interessantes Trainer-Treffen steht auch auf Schalke an. Fred Rutten fungierte drei Jahre lang (1996-1999) als Assistent von Hans Meyer beim niederländischen Ehrendivisionär Twente Enschede. Ausgerechnet gegen seinen Lehrmeister und Ex-„Chef“, der mit Borussia Mönchengladbach anreist, muss Rutten nach zuletzt zwei Pleiten gegen Bayern und Bayer jetzt das Steuer herumreißen. Sonst könnte aus dem kleinen Feuer, das Schalkes Aufsichtsrats-Chef Clemens Tönnies mit der Forderung nach zehn Punkten aus vier Spielen bis zur Winterpause entfachte, schnell ein Flächenbrand werden. Alle im Team wüssten, dass „jetzt was kommen muss“, versicherte Kevin Kuranyi. „Gegen Gladbach brauchen wir drei Punkte.“

Für knisternde Spannung im Norden sorgt stets das Derby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen. Im Vorfeld des 89. Duells am Sonntag trafen sich HSV-Stürmer Ivica Olic und Werder-Schlussmann Tim Wiese sogar zu einem Friedensgipfel, um nach dessen Kung-Fu-Tritt gegen den Angreifer am 7. Mai in Hamburg die Wogen zu glätten. „Mit unserem Treffen ist die Sache abgehakt“, so der Kroate.

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