Familie Obama zieht in Etappen um

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Deutsche Presse-Agentur

Die Familie des künftigen US-Präsidenten Barack Obama zieht in zwei Schichten nach Washington. Wie die Internetzeitung „Politico“ berichtete, kamen Michelle Obama sowie die beide Töchtern Sasha (7) und Malia (10) schon in die US-Hauptstadt. Barack Obama sollte heute nachkommen.

Mitglieder des Obama-Teams hatten erklärt, die beiden Mädchen sollten sich noch einen Tag in ihrer neuen Stadt eingewöhnen, bevor sie am Montag an ihrer neuen Schule starten. Die beiden besuchen eine private Schule der Quäker. Bevor die Obamas am 15. Januar ins Gästehaus des Weißen Hauses ziehen können, wohnen sie in einem Luxushotel.

Politisch beginnt für Obama nach seinem Hawaii-Urlaub ab Montag bereits ein hartes Stück Arbeit: Er will ein massives weiteres Konjunkturprogramm auf den Weg bringen. In seiner ersten wöchentlichen Radioansprache im neuen Jahr gab Obama gestern bekannt, mit welchen Schritten er die angeschlagene US-Wirtschaft retten will. Kernpunkte sind die Ausweitung der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Infrastruktur, Investitionen in Bildungseinrichtungen und das Gesundheitssystem sowie Steuererleichterungen für Arbeiter.

Unterdessen berichtete die „Washington Post“, dass die Staatsverschuldung in diesem Jahr auf ein Rekordhoch von zwei Billionen Dollar steigen könnte. Mitarbeiter des amerikanischen Finanzministeriums befürchteten, dass knapp die Hälfte der privaten Investoren, die derzeit noch das Finanzsystem stützen, sich daraus zurückziehen könnten.

Das geplante Konjunkturpaket soll Berichten zufolge ein Volumen von 775 Milliarden Dollar haben. „Experten aller politischer Lager sind sich einig, dass es mit unserer Wirtschaft noch weiter bergab geht, wenn wir nicht umgehend handeln“, sagte Obama. „Wir brauchen daher ein weiteres Konjunkturprogramm, das kurzfristig neue Jobs schafft und auf lange Sicht eine wachsende und wettbewerbsfähige Wirtschaft sichert.“ Nach Obamas Plänen sollen zunächst drei Millionen neue Arbeitsplätze entstehen, die meisten von ihnen in der Privatwirtschaft.

Obama mahnte eine verantwortungsvolle Finanzpolitik an. Mit einer stabilen Wirtschaft könne auch die massive Staatsverschuldung wieder zurückgefahren werden, erklärte Obama. Er will am Montag über seine Konjunkturpläne mit der demokratischen Präsidentin des Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, sprechen. Im Laufe der Woche werde er außerdem dazu Gespräche mit Kongressabgeordneten beider Parteien führen.

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