Falscher Schimmelalarm: Weißer Belag im Hydro-Topf

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Deutsche Presse-Agentur

Zeigt sich ein weißer Belag auf den Blähton-Kügelchen im Hydrokultur-Gefäß, denken die meisten Hobbygärtner sofort an Schimmel. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nicht um Fäulnis erregende Pilze, sondern lediglich um Salzausblühungen.

Das erklärt der Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. An der Oberfläche lagern sich sowohl Salze aus dem Leitungswasser als auch aus dem Dünger ab. Beide sind völlig ungefährlich für Pflanze, Mensch und Tier.

Ob Ausblühungen entstehen oder nicht, hängt stark vom Gießen ab. Wird Wasser lediglich bis zur Optimum-Marke auf dem Wasserstandsanzeiger eingefüllt, steigt die Feuchtigkeit in der Regel nicht bis an die Topfoberfläche. Ausblühungen finden dann unter der Oberfläche statt und werden nicht sichtbar.

Wird dagegen ständig bis zur Maximum-Marke aufgefüllt, die eigentlich nur den Wasserstand für die Überbrückung von längerer Abwesenheit angibt, werden auch die Kügelchen an der Oberfläche durchfeuchtet und blühen aus. Ist das geschehen, kann die oberste Schicht einfach gegen frische Blähton-Kügelchen ausgetauscht werden.

Auch das Waschen der Kügelchen beugt Ausblühungen vor. Schon normales Wasser entfernt Staub- und Feinteile und verringert den weißen Belag. Noch wirksamer ist es, den Blähton rund eine Stunde in entsalztes Wasser zu legen - etwa Bügel- oder Batteriewasser. Ob gewaschen oder ausgetauscht, in jedem Fall sollte danach nur noch bis zum Optimum gegossen werden. Dann bleibt der Hydro-Topf perfekt.

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