Für Anlage nicht den Dispo überziehen

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Deutsche Presse-Agentur

Sie ist eine Grundregel bei der Verwaltung der eigenen Konten - derzeit gilt sie aber umso mehr: Wer sein Girokonto überzieht, um an anderer Stelle Geld anzulegen, mache etwas falsch.

Das erläutert Max Herbst von der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. Hintergrund ist die Geschäftspolitik der Banken: „Sie geben die Leitzinssenkung beim Dispo nicht weiter. Bei den Anlagezinsen aber sehr wohl - diese sind gesunken.“ Wer also sein Konto in den Dispo rutschen lässt, kann die hohen Soll-Zinsen von derzeit durchschnittlich 12,03 Prozent mit keiner Geldanlage wieder hereinholen.

Laut FMH beläuft sich der Durchschnittszins für Tagesgeld derzeit zum Beispiel auf gerade einmal 2,37 Prozent. Für dreimonatige Festgelder liegt er weiter unter 2 Prozent. „Es ist also schön, etwas auf der hohen Kante zu haben“, sagt Herbst. „Aber es kann sein, dass es sich nicht lohnt.“

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