EU-Beschluss: Aus für Glühbirne endgültig

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Deutsche Presse-Agentur

Das Aus für die klassische Glühbirne in der Europäischen Union ist besiegelt. Der Umweltausschuss des Europaparlaments lehnte es am Dienstag (17. Februar) in Brüssel ab, das Thema noch dem Parlamentsplenum zur Debatte und Entscheidung vorzulegen.

Damit kann die EU-Kommission einen entsprechenden Beschluss nun in Kraft setzen. Den Grundsatzbeschluss zur Abschaffung stromfressender Glühlampen hatten Europas Staats- und Regierungschefs bereits im März 2007 getroffen. Der Schritt soll den 27 EU-Staaten beim Stromsparen und beim Erreichen der Klimaziele helfen.

Die größten Stromfresser sollen schon dieses Jahr aus dem Handel verschwinden. Anfang 2010 folgen Glühlampen mit mehr als 40 Watt und zwei Jahre später auch schwächere Lampen. Die Bürger sollen zur Beleuchtung ihrer Wohnungen komplett auf Leuchtstoff-, Halogen- oder LED-Lampen umsteigen. Die sind zwar teurer, sollen aber länger halten und verbrauchen weniger Energie.

Die Glühbirne ist ein Energieverschwender: Nur etwa 3 bis 5 Prozent des verbrauchten Stroms setzt sie tatsächlich in Licht um - der Rest verpufft als Wärme. Das Prinzip ist simpel. Ein dünner Draht - heute meist aus Wolfram - wird durch elektrischen Strom so stark erhitzt, dass er leuchtet. Die Glasbirne ist in der Regel mit einem Gasgemisch gefüllt, um ein Verdampfen des Glühdrahts zu verhindern.

Die mehr als ein Jahrhundert alte Technik hat sich in zahlreichen Bereichen etabliert - es gibt Glühlampen mit einer Leistung von 0,1 bis 20 000 Watt für alle möglichen Anwendungen. Das erste Patent für eine Glühlampe erhielt 1841 der Engländer Frederick de Moleyns, der Holzkohlepulver zwischen zwei Platindrähten erhitzte. Als Entwickler der ersten brauchbaren Glühlampe gilt der deutsche Uhrmacher und Optiker Heinrich Goebel, der 1854 eine Lampe mit einem Bambuskohlefaden baute. Der wirtschaftliche Durchbruch kam erst mit der langlebigen Kohlefadenlampe, die der US-Amerikaner Thomas Alva Edison von 1880 patentierte.

Heute gilt die Glühlampentechnik vielen Forschern als Auslaufmodell. Die Birnen werden zunehmend durch Leuchtstofflampen ersetzt. Diese sind haltbarer und verbrauchen weniger Strom.

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