Auf dieser Fläche hat die elobau Stiftung einen ökologischen Aufwertungsversuch gestartet.
Auf dieser Fläche hat die elobau Stiftung einen ökologischen Aufwertungsversuch gestartet. (Foto: Stiftung)
Schwäbische Zeitung

Schon nach einem Jahr zeigt sich eine sehr deutliche Veränderung auf der Projektfläche in Balterazhofen, auf der die elobau Stiftung nach eigene Angaben einen ökologischen Aufwertungsversuch im häufig sehr artenarmen Grünland initiiert hat. Die zusätzliche Ansaat von heimischem Saatgut und der Verzicht auf Dünger und Gülle führe schon jetzt zu einer deutlich sichtbaren Vielfalt.

Diese sei nun bei einer Feldführung vom wissenschaftlichen Leiter des Projekts, dem Landschaftsökologen Holger Loritz vom „Netzwerk blühende Landschaft“, anschaulich erklärt und vor Ort erlebbar gemacht worden. „Unser Experiment verläuft besser als erwartet“, sagte Loritz. „Trotz eines sehr trockenen Hitzesommers 2018 haben sich zahlreiche neue Arten angesiedelt und bieten unüberhörbar auch Lebensraum für viele Insekten.“ Es summe und brumme überall auf der Fläche, schreibt die Stiftung. Für die Führungen sei eigens ein breiter Weg in die Wiese gemäht worden, damit alle Besucher die Wiese hautnah begutachten konnten. Noch etwa eine Woche werde die Wiese so stehen bleiben, dann erfolge der erste Schnitt. „Auch wenn es weh tut: Gerade der Zeitpunkt, an dem die Blumen am schönsten blühen, ist unter ökologischen Gesichtspunkten der richtige Moment für den ersten Schnitt“, erläutert Holger Loritz. Es sei vorgesehen, die Fläche zwei- oder dreimal pro Jahr zu mähen.

Wieder mit von der Partie war im Rahmen der Reihe „Die Stunde auf dem Land“ die Kunstschule Sauterleute. „Naturverständnis braucht nicht nur rationale Wissensvermittlung, sondern auch emotionale Erlebnisse. Insofern ist Kunst ein irritierendes Moment, das zum Nachdenken und Perspektivenwechsel anregt“, erklärte der Vorstand der „Elobau-Stiftung“, Peter Aulmann. Mit der Überschrift „Raum und Rhythmus“ hatten alle Besucher die Möglichkeit, aus im Wald gesammelten Ästen ein fragil-stabiles Kunstwerk entstehen zu lassen. „Hier ist Fantasie und Vergänglichkeit entstanden, wie es das Wesen der Natur auch ist“, freute sich Elisabeth Sauterleute über das Ergebnis.

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