Es macht „Bang“: Neues Album von Mando Diao

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Mando Diao
Mit „Bang“ wollten Mando Diao die Energie ihrer Live-Konzerte einfangen. (Foto: Gustaf Elias/Community Promotion/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit furiosen Konzerten haben sich die Schweden Mando Diao seit ihrem Debüt von 2002 auf internationale Bühnen hochgespielt. Die Idee zum neuen Album „Bang“ sei tatsächlich bei Festival-Gigs und beim Feiern entstanden, sagt Gitarrist Jens Siverstedt.

„Manchmal wenn wir diese riesigen Bühnen gespielt haben, haben wir gedacht: Verdammt, es ist eine Schande, dass wir nicht mehr Riffs haben“, wird Siverstedt in einer Mitteilung zitiert. Denn dann müsste sich Sänger Björn Dixgård nicht die Kehle aus dem Leib singen.

Das Resultat „Bang“ klingt nach Rock 'n' Roll - altgediente Fans der Band, die etwa mit „Down In the Past“ erste Erfolge und mit „Dance With Somebody“ den Durchbruch feierte, dürfen erleichtert aufatmen. Unter den zehn Tracks findet sich kein langsames Stück - dafür aber viele Anleihen beim Blues.

Dixgårds raue Stimme setzt zwischen den zahlreichen Gitarren-Riffs nach wie vor die entscheidenden Akzente. Dies ist bei den nachdenklicheren, bisweilen düsteren Stücken wie „I Was Blind“ oder „Society“ ähnlich wie bei der Vorab-Single „One Last Fire“, die mit positiver Attitüde eingängig und tanzbar daherkommt.

Mit ihrem neunten Studioalbum wandeln Mando Diao also wieder auf gewohnteren Pfaden. Diese hatten die Schweden schon mit „Good Times“ (2017) - nach dem Ausstieg des zweiten Frontmanns Gustaf Norén und nach der Vertonung schwedischer Gedichte sowie einem Synth-Pop-Experiment - wieder eingeschlagen.

„Dieses Album und unser erstes 'Bring 'Em In' sind unsere dreckigsten Alben. Auf diesem Album klingen wir, wie wir auf der Bühne klingen“, so Dixgård über „Bang“. Mehr als 1500 Gigs in über 30 Ländern hat die Band nach eigenen Angaben gespielt. Vor den Bühnen der anstehenden Europa-Tournee werden dann wohl wieder langjährige Fans stehen - und sich wohlfühlen mit dem Bewährten.

Tourdaten: 22.11. Hamburg, Sporthalle - 23.11. Wiesbaden, Schlachthof - 28.11. Dresden, Alter Schlachthof - 29.11. München, Tonhalle - 30.11. Köln, Palladium - 01.12. Berlin, Columbiahalle

Website Mando Diao

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