Erstmals wieder eine Tauffeier in St. Georg

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Gisbert Hoffmann

TETTNANG - Als im Mai die Kapelle St. Georg nach Renovierung und Umgestaltung gesegnet worden ist, hat Pfarrer Rudolf Hagmann von der „Kirche am Weg“ und einer neuen Bestimmung des Gotteshauses als Pilgerherberge, Tauf- und Hochzeitskapelle gesprochen. Seither haben bereits mehrere Jakobuspilger in den zur Herberge ausgebauten Räumen im Chorumgang übernachtet. Auch gab es schon einige Trauungen. Am Sonntag wurden zum ersten Mal vier Kinder in St. Georg getauft. Fast alle Plätze in der Kapelle waren besetzt, als Pfarrer Hagmann die Täuflinge mit Eltern, Paten und Verwandten begrüßte. In seiner Predigt verglich er die Taufe mit dem Wachstum des Hopfens, der auch einen „Draht nach oben“ braucht, um zu wachsen und um groß und stark zu werden. Das von jemandem aus Israel mitgebrachte Jordanwasser im Taufbecken hatte eine zusätzliche symbolische Bedeutung.

Die Taufe wurde über dem neu aufgestellten historischen Taufstein der Grafen von Montfort aus dem Jahr 1582 gespendet. Das Taufbecken diente jahrzehntelang als Weihwasserbecken am Seiteneingang, der zugehörige Sockel war darunter eingemauert und als solcher nicht erkennbar. Der Förderkreis Heimatkunde ließ den Taufstein fachgerecht restaurieren und links vor dem Chor aufstellen.

Nun wird wieder über dem Taufbecken das Sakrament der Taufe gespendet, wie vor Jahrhunderten im Hause Montfort, stellte Pfarrer Hagmann fest.

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