Ersatzräder aus der Werkstatt oft nicht versichert

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Deutsche Presse-Agentur

Wer von einer Fahrradwerkstatt für die Dauer einer Reparatur ein Ersatzrad erhält, sollte sich nach dessen Versicherungsschutz erkundigen. Darauf weist der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) in Bremen hin.

In der Regel sei die Versicherung des Ersatzrades gegen Beschädigung und Diebstahl Sache des Fahrradverleihers, erklärt ADFC-Rechtsreferent Roland Huhn. Allerdings hätten nur wenige Werkstätten ein Interesse daran, die Leihräder zu versichern. Denn sobald das Rad an den Kunden übergeben wurde, sei dieser für Schäden oder Verlust verantwortlich.

Dabei sollte ein Versicherungsschutz eigentlich selbstverständlich sein, findet Huhn: „Wenn Sie ein Mietauto von einer Autowerkstatt als Ersatz erhalten, müssen Sie ja auch nicht selbst eine Versicherung dafür abschließen.“ Selbst wenn ein Mieter es wollte, könnte er außerdem keine Versicherung für das Leihrad abschließen, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Denn Hausratversicherungen schließen keine gemieteten oder geliehenen Gegenstände ein, und spezielle Fahrradversicherungen hätten eine Mindestlaufzeit von einem Jahr.

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