Ernährungsberatung in Arztpraxis nicht blind vertrauen

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Deutsche Presse-Agentur

Den Ratschlägen einer kommerziellen Ernährungsberatung eines Arztes sollten Verbraucher genauso wenig blind vertrauen wie denen eines nichtärztlichen Anbieters.

Die räumliche Nähe zwischen den Tätigkeiten als Arzt und als Berater könne den Blick auf die gewerbliche Ausrichtung der Beratertätigkeit allerdings verstellen, warnt die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Ratsuchende seien bei bezahlten Empfehlungen eines praktizierenden Arztes womöglich weniger voreingenommen.

Aus wettbewerbs- und berufsrechtlicher Sicht sei gegen solche ärztliche Angebote nichts einzuwenden: Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofs sind diese gestattet, wenn freiberufliche ärztliche Tätigkeit und Beratung in zeitlicher, organisatorischer, wirtschaftlicher und rechtlicher Hinsicht getrennt gehalten werden (Aktenzeichen: I ZR 75/05), erläutern die Verbraucherschützer.

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