Erfurt verhängt Stadionverbot gegen Ultras

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Deutsche Presse-Agentur

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat nach den Ausschreitungen beim Thüringen-Derby in Jena erste Maßnahmen ergriffen.

Gegen die 121 Personen umfassende Gruppe „Erfurter Ultras“, die im Erfurter Fanblock Feuerwerkskörper und Rauchbomben gezündet hatten, wurde ein Stadionverbot bis zum Ende der Saison verhängt. „Der Vorstand hat am Montagabend gemeinsam mit Manager, Fanbeauftragten und der Polizei getagt, den Tatbestand analysiert und sich anschließend einstimmig für harte Bestrafungen ausgesprochen. Den etwa 20 bis 21 Personen, die der Polizei namentlich bekannt sind, soll in Abstimmung mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bundesweit bis zum Lebensende der Eintritt in die Stadien verboten werden“, sagte Rot-Weiß-Präsident Rolf Rombach.

„Wir haben in den letzten vier Jahren den Verein sportlich und auch wirtschaftlich ins rechte Lot gebracht. Das lassen wir uns von diesen Chaoten nicht kaputt machen“, ereiferte sich Rombach noch immer. Auch wolle man zivilrechtlich gegen diese Personen vorgehen und sie schadensrechtlich in Verantwortung nehmen. Des weiteren werde der Verein Besuchern, die mit pyrotechnischen Erzeugnissen im Stadion erwischt werden, lebenslang Hausverbot erteilen.

„Wir haben die Vorfälle aber auch zum Anlass genommen, unsere Fanbetreuung weiter zu intensivieren. Zahlreiche Fanclubs unterstützen den Verein hervorragend, haben sich hinter die Entscheidung des Vorstands gestellt und distanzieren sich ausdrücklich von den Ultras“, informierte der Präsident weiter.

Rot-Weiß rechnet mit der Strafe des DFB in den nächsten zwei Tagen. „Wir sind mit dem DFB-Kontrollausschuss im Gespräch und müssen nun abwarten“. Von einer hohen fünfstelligen Geldstrafe, über ein erneutes Geisterspiel bis hin zu Punktabzug sei alles möglich. Der Verein hofft natürlich, dass sich die Strafe im Rahmen hält.

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