Erfolgreich: ASV Nendingen feiert zwei Meistertitel

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Schwäbische Zeitung

Mattensplitter 17

Zum Abschluss der Mannschaftsrunde der Ringer kann der ASV Nendingen auf das erfolgreichste Jahr seiner 90-jährigen Vereinsgeschichte zurückblicken. Platz fünf in der ersten Bundesliga für die erste Mannschaft. Der Meistertitel für die zweite Mannschaft in der Oberliga und die Möglichkeit des Aufstiegs in die Regionalliga. Und für die dritten Mannschaft Platz eins in der A-Klasse und Aufstieg in die Bezirksklasse. Dazu kann man auch noch Platz eins für das ASV-Ass Ghenadie Tulbea in der Bestenliste der Ringer der ersten Bundesliga anführen.

Auch Reiner Schilling, erfolgreicher Ringer, Trainer und Vereinsvorsitzender des ASV, kann sich nicht daran erinnern, dass jemals gleich für zwei Nendinger Mannschaften am selben Abend die Meisterehrung in ihrer Klasse durchgeführt werden konnte. Beeindruckend an der Oberliga-Meisterschaft der Zweiten war, dass erst genau vor fünf Jahren die erste Mannschaft hinter dem TSV Ehningen den zweiten Platz in der Oberliga belegte und sich dann über die Relegationsrunde im Februar 2006 den Aufstieg in die Regionalliga sicherte. In diesem Jahr nun verwies ASV Nendingen II den TSV Ehningen auf Platz zwei der Oberliga und kann über eine Aufstiegsrunde seinerseits den Weg in die Regionalliga einschlagen.

Eckhard Fehrenbach (Aichhalden), der WRV-Vizepräsident Sport, hatte den richtigen Riecher, als er mit Reiner Schilling verabredete, dass er mit Meisterwimpel und Handy nach Nendingen kommen würde, um im Fall einer Ehninger Niederlage in Dewangen gleich die Ehrung vornehmen zu können. Als er per Handy erfuhr, dass vor dem letzten Kampf Dewangen nur mit 17:18 zurück lag, stieg die Spannung in der Nendinger Sporthalle natürlich. Und als kurz darauf plötzlich in der Ringerecke der Nendinger Jubel ausbrach, war klar, dass der Wimpel tatsächlich gleich in Nendingen bleiben würde. Ehningen hatte 18:20 verloren und konnte Nendingen nicht mehr einholen. Und schon Sekunden danach hatte Markus Eichin einen Kasten Bier organisiert, so dass auf die Meisterschaft angestoßen werden konnte. In Ehningen allerdings war die Enttäuschung groß, denn die TSV-Fans hatten sich natürlich sehr auf ein richtiges Oberligafinale gegen die Nendinger am nächsten Samstag gefreut.

Der Weg der Nendinger Zweiten in den letzten fünf Jahren ist in der Tat äußerst bemerkenswert. 2006 Aufstieg aus der Bezirksklasse in die Bezirksliga. 2007 nach einer Aufstiegsrunde der Sprung in die Landesliga. 2008 hier Platz eins mit 28:0 Punkten und 2009 gleich wieder der Titel in der Verbandsliga mit 26:2 Punkten und der Aufstieg in die Oberliga. Und nun in diesem Jahr auf Anhieb der Titel und die Qualifikation für die Aufstiegsrunde. Hier treffen die Nendinger am 6. und 9. Januar 2011 auf die Meister der Oberligen Nord- und Südbaden sowie den bestplatzierten Nichtabsteiger aus der Regionalliga. Nach dem jetzigen Stand wären das der KSV Berghausen (Nordbaden), die RG Waldkirch-Kollnau (Südbaden) und die KG Baienfurt (Platz neun der Regionalliga). In einer Doppelrunde jeder gegen jeden würden dann zunächst in Berghausen und dann mit der Rückrunde in Waldkirch drei der vier Mannschaften sich als Regionalliga-Teilnehmer der nächsten Saison qualifizieren.

Insgesamt 25 Ringer hat der ASV Nendingen in dieser Saison in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Die erfolgreichsten unter ihnen waren Adrian Ozsda und Markus Eichin mit einem Siegverhältnis von jeweils 11:1. Dicht dahinter folgt Dominik Hipp mit 11:2-Siegen sowie Bernhard Scheuring und Marco Schmid mit jeweils 9:2. In der dritten Mannschaft waren Stefan Rutschmann und Robin Baur mit je 9:0-Siegen und Timo Schmid (10:2) am erfolgreichsten.

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