Elektronik auf Pump: Auch zinslos nicht ohne Risiko

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Deutsche Presse-Agentur

Ob Flachbild-TV, Spielekonsole oder Kaffeevollautomaten - derzeit versuchen viele Elektromärkte ihre Ware mit einer Null-Prozent-Finanzierung unter die Leute zu bringen.

Das beobachten Verbraucherschützer mit Sorge: „Da könnte mancher Kunde den Überblick verliert“, warnt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Am Ende droht die Überschuldung. Denn angesichts der günstig erscheinenden Monatsraten werden statt einem bestimmten Gerät gleich mehrere Produkte gekauft.

Da die Finanzierung in der Regel über 24 Monate läuft, lässt sich - gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten - schwer einschätzen, ob der Kaufpreis auch bis zum Ende abgestottert werden kann. „Da sollten vor allem Verbraucher vorsichtig sein, deren Arbeitsplatz nicht so sicher ist“, sagt Tryba.

Statt sich durch niedrige Monatsraten zum schnellen Kauf auf Kredit locken zu lassen, rät der Experte, sich den Kauf gut zu überlegen und Preise zu vergleichen. Hinzu kommt, dass Barzahler nach den Erfahrungen der Verbraucherschützer in jedem zweiten Fall einen Rabatt aushandeln können - meist rund 10 Prozent.

Der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zufolge handelt es sich zudem um einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht, wenn in Werbeprospekten die monatlichen Raten hervorgehoben werden. Laut Preisangabenverordnung müssten die Endpreise in den Vordergrund gestellt werden.

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