Eleganter Alltagslook bei den Pariser Modeschauen

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Deutsche Presse-Agentur

Straßenkleidung vom Feinsten setzte der Lanvin-Designer Alber Elbaz während der Pariser Schau seiner Damenkollektion für Herbst/Winter 2009/10 in Szene.

Atemberaubend elegant und dennoch alltagsnah wirkten seine Models, die in einer Industriehalle über nassen Asphalt liefen. Tageskleider und -kostüme in Schwarz und mattem Rot waren präzise geschnitten und umflossen dennoch sanft den Körper. Raffungen am knapp knielangen Bleistiftrock, schleifenartige Drapierungen am Oberteil oder lockere Schößchen an der Jacke verliehen ihnen Bewegungsspielraum. Bei aller Schlichtheit kam Schmückendes nicht zu kurz: Glänzende Plateaupumps, Ausbrenner-Samt, eine Pelzstola oder an Blattgold erinnernde Stickereien verteilte Elbaz in geschickter Dosierung.

Bei Maison Martin Margiela gab es dann am Abend ein Kontrastprogramm zu Lanvins „Reality Show“. Die Entwürfe für die kalte Saison wirkten wie eine Stilübung. Alles drehte sich um geometrische Formen und klare Schnitte des Materials, das trotz der geraden Linie mit dem Körper gleichsam verschmolz. Auf ein fast nacktes Model folgten mit immer mehr Stoffteilen bedeckte Mannequins, ein schmales, asymmetrisch geschnittenes Kleid war das Resultat. Margiela experimentierte zudem mit Videokassettenband und nach Art von Watte geformter Wolle - beides diente als Poncho.

Bedeckt gibt sich die Frau bei dem Japaner Yohji Yamamoto im kommenden Winter. Schwarze lange Mäntel, Jacken, Capes, Kleider und Tuniken waren von der Schulter aus locker fallend gearbeitet, wirkten aber nicht schlampig, sondern edel. Überweite Hosen und wadenlange Wickelröcke komplettierten diesen Look. Gegen allzu düstere Tristesse gab es paar Sprenkel Weiß, Pink und Ziegelrot, als Schuh, Mantel oder schlicht als Paspelnaht.

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