Eiswein-Fans dürfen sich auf guten Jahrgang freuen

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Deutsche Presse-Agentur

Edelsüß, fruchtig und frisch: So sollte ein guter Eiswein schmecken. Die Eiseskälte in diesen Tagen beschere den Winzern beste Bedingungen für einen großen Jahrgang, sagte Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz.

Denn je kälter es wird, desto konzentrierter sei der Most, der aus den gefrorenen Reben gekeltert wird. Erst wenn das Thermometer mindestens sieben Grad minus anzeigt, werden die Reben am frühen Morgen mit der Hand geerntet und gleich danach ausgepresst. Das Eis bleibt zurück. Der hochkonzentrierte Most enthält im Vergleich zu normalem Wein ein Vielfaches an Fruchtzucker - aber auch an Säure und Mineralien. Deshalb schmecke der Wein trotz 150 bis 200 Gramm Restzucker pro Liter nicht pappig süß, sondern fruchtig, erklärte Büscher. Da die Hefe das Konzentrat nur schwer vergären kann, enthält der Eiswein nur rund sieben Prozent Alkohol.

Die Qualität von Eiswein hängt vor allem von der Gesundheit der Reben ab. Mit 15 bis 20 Euro pro 0,375-Liter-Flasche müssen die Eiswein-Liebhaber mindestens rechnen, so Büscher. Der hohe Preis habe mehrere Gründe: Zum einen sei die Herstellung sehr arbeitsintensiv. Zum anderen erzielten die Winzer im Vergleich zu normalem Wein nur fünf bis zehn Prozent der Erntemenge pro Hektar. Und wenn es wie im Jahr 2006 nicht kalt genug wird, fällt die Eisweinlese ganz aus.

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