Einmal auf Straußeneiern laufen: Südafrika mit Kindern

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Deutsche Presse-Agentur

Auf Elefanten reiten, Geparden streicheln oder im Indischen Ozean planschen: Südafrika kann für Familien mit Kindern ein Urlaubsparadies sein. Das Land bietet afrikanische Exotik, ohne dass man auf europäische Standards verzichten muss.

„Immer mehr Reiseveranstalter bieten maßgeschneiderte Reisen mit Kindern an“, sagt Stephan Gotta vom Südafrikanischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt/Main. „Hotels und Gastronomen haben auf die steigende Nachfrage reagiert und Ausstattung und Preise auf Familien mit Kindern abgestimmt.“ Das Interesse nehme seit rund zwei Jahren kontinuierlich zu. Gerade die Region um Kapstadt bietet für Familien mit kleinen Kindern gute Voraussetzungen für einen aufregenden und entspannenden Aufenthalt in Afrika. Je nach Reisezeit gibt es keine oder nur eine Stunde Zeitverschiebung zu Deutschland.

Das Klima ist im südafrikanischen Herbst im Februar bis April angenehm warm. Außerdem macht die derzeit schwache südafrikanische Währung Rand einen Urlaub am Kap vergleichsweise günstig. Und Kinderfreundlichkeit ist in Südafrika eine Selbstverständlichkeit. Hotels und Restaurants sind fast alle auf Kinder eingestellt, Kinderbetten und Hochstühle gehören zur Grundausstattung. Ferienhäuser für Selbstversorger sind verbreitet, die meisten Unterkünfte haben sich mit Spielplätzen auf die Bedürfnisse der kleinen Gäste eingestellt. Viele Lodges und Hotels bieten einen Babysitterservice, so dass die Eltern auch allein Essen gehen können.

Trotzdem gibt es bei der Planung einer Südafrikareise mit Kindern einiges zu beachten, damit der Urlaub ein Erfolg wird. Malaria-Gebiete sollten auf jeden Fall gemieden werden. Leider gehört dazu auch der berühmte Krüger Nationalpark. Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, mit Kindern in malariafreien Gegenden auf Safari zu gehen, so dass man diese Einschränkung gut verkraften kann.

Mit Rücksicht auf den Bewegungsdrang der Kinder sollte man bei der An- und Abreise nach Möglichkeit einen Nachtflug buchen. Der kann zwar je nach Fluglinie etwas teurer sein, zahlt sich bei dem rund elfstündigen Flug aber aus. Die Kinder können schlafen und kommen ausgeruht an. Außerdem empfiehlt es sich, die Reiseroute zu begrenzen. Das fällt schwer angesichts der vielen Attraktionen, die Südafrika zu bieten hat.

Ein Kompromiss für Eltern und Kinder ist die Erkundung der „Garden Route“ entlang des Indischen Ozeans zwischen Port Elizabeth und Mossel Bay. Lange Sandstrände bei Knysna und Hermanus laden zum Buddeln und Planschen ein. Private Game-Ressorts bieten Safaris für Kinder mit Nashörnern, Büffeln, Giraffen und Löwen an. Auf den Straußenfarmen rund um Oudtshoorn gibt es Führungen für Kinder, bei denen sie auf Straußeneiern laufen dürfen. In der Nähe des Addo Elephant National Park bei Port Elizabeth können die Kleinen nicht nur die grauen Dickhäuter streicheln und füttern, sondern sogar auf ihnen reiten.

An Aktivitäten für den Nachwuchs mangelt es nicht, und die Vielfalt und Schönheit der Landschaft entschädigt die Eltern dafür, dass das Tagesprogramm am besten vor Einbruch der Dunkelheit beendet sein sollte. Wegen der Unsicherheit in manchen Städten wird vor nächtlichen Kneipenbummeln gewarnt. Stattdessen kann man mit einem Glas Wein auf der Veranda den ereignisreichen Tag ausklingen lassen und den Sternenhimmel Südafrikas bewundern.

Reise-Infos über Südafrika: www.southafrica.net

ANREISE: Kapstadt wird unter anderem von Lufthansa, British Airways, KLM, Air Berlin und South African Airways angeflogen - häufig mit Zwischenlandung in Johannesburg.

KLIMA UND REISEZEIT: Im südafrikanischen Herbst (Februar bis April) ist es an der „Garden Route“ angenehm warm und trocken. Mit Niederschlägen ist das ganze Jahr über zu rechnen.

INFORMATIONEN: South African Tourism, Friedenstraße 6, 60311 Frankfurt/Main; Telefon: 069/929 12 90.

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