Einfach mal Bewegtbild

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 Brote filmen statt backen: Obwohl Marcus Fey zunächst Bäcker werden wollte, ist er heute Mediengestalter Bild und Ton.
Brote filmen statt backen: Obwohl Marcus Fey zunächst Bäcker werden wollte, ist er heute Mediengestalter Bild und Ton. (Foto: fey)
Mediengestalter Bild und Ton
fey

Name: Marcus Fey (fey)

Alter: 28 Jahre

Aufgabe: Mediengestalter Bild und Ton und Mädchen für alles Technische. Hauptsache irgendwas mit Medien.

Telefon: 07541 / 7005-334

E-Mail: marcus.fey@regio-tv.de

Eigentlich hätte das alles ganz anders werden können. Mein Einstieg in die Arbeitswelt begann beim Bäcker. Als Praktikum. Ein Job, den ich mir damals vorstellen konnte. Meine Begeisterung für technische Spielereien hätte ich auch in meiner Freizeit ausleben können. Doch dann ging es für mich ans Theater. Lang genug, um einen Einblick in eine andere Welt zu bekommen. Dort war ich im Bereich der Licht- und Tontechnik beschäftigt. So kam eins zum anderen und der Bäcker war ganz schnell wieder vom Tisch. Tontechniker, genau das war es, was ich werden wollte.

Ein Jahr lang hatte ich damals die Möglichkeit, während meines Abis in einem technischen Betrieb zu arbeiten. Das war beim Fernsehen. Zwar in einem kleinen Rahmen, aber genug, um zu wissen: Nicht Tontechniker, sondern Mediengestalter soll es werden. Abi abgeschlossen, Ausbildung bestanden und dann? Nach mehreren Jahren als Videojournalist im Raum Berlin hat es mich 2016 an den Bodensee verschlagen.

Heute bin ich bei der SZ-Lokalredaktion in Friedrichshafen für die Videoproduktion zuständig. Hier produziere ich zusammen mit den Zeitungsredakteuren Videos, Karten oder 360-Grad-Rundgänge. Was einst im Fernsehen – einem sehr starrem Medium – begonnen hat, wandelt sich immer mehr zum Online-Journalismus. Mehr Freiheit beim Gestalten, mehr Spielwiese, genau was ich machen möchte. Wo die Reise hingeht, ist allerdings eine Ungewissheit, die auch mich oft zum Grübeln bringt.

Wenn es mal keine Videografie auf der Arbeit sein darf, dann ist es die Fotografie, mit der ich gerne meine Freizeit verbringe. Interessante Landschaften oder Menschenporträts bringen mir Ausgleich.

Und so stehe ich morgens auf, gehe zum Bäcker neben meiner Haustür und kaufe ein Brot, anstatt selbst eins zu backen.

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