Eine friedliche Koexistenz ist möglich

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Dass sich die Stadt schon vor mehreren Jahren dem Problem angenommen hat, ist richtig. Doch ob Taubenturm oder nicht: Die Verwaltung ist bei ihrem Kampf auf die Vernunft der Bürger angewiesen. Denn Vögel im Park füttern, ist vielleicht ein netter Zeitvertreib, sorgt aber für enorme Probleme. Bußgelder können beim ein oder anderen sicherlich zur Erleuchtung führen. Auch die Brandschutzgassen müssen unbewohnbar gemacht werden – das sollte schon im Interesse der Eigentümer sein. Doch was die Population an sich angeht: Abschuss, Sterilisation, und Eierdiebstahl haben in Basel eher mäßigen Erfolg gebracht. Es scheint so, als ob gegen die geflügelte Plage kein Kraut gewachsen ist. Vielleicht sollten Verwaltung und Gemeinderat diese Erfahrungen in zukünftige Entscheidungen einfließen lassen, die finanzielle Investitionen für den Taubenkampf nach sich ziehen. Was das Beispiel Basel aber auch zeigt: Eine friedliche Koexistenz ist möglich. Wenn man weniger in die Abwehr und mehr in die Pflege der Vögel investiert, haben anscheinend alle was davon. Denn ganz loswerden, wird man die Tauben wohl kaum.

s.heilemann@schwaebische.de

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