Ein Stück Frauengeschichte

 Der Vortrag „Bienvenue à Paris! – Künstlerinnen erobern Paris“ in Schloss Achberg gibt einen Einblick in den historischen Hinte
Der Vortrag „Bienvenue à Paris! – Künstlerinnen erobern Paris“ in Schloss Achberg gibt einen Einblick in den historischen Hintergrund der Ausstellung „Martha Stettler – Eine Schweizer Impressionistin in Paris“. (Foto: LANDRATSAMT RAVENSBURG)
Schwäbische Zeitung

Der Vortrag der Stuttgarter Kunsthistorikerin Carla Heussler ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellungen „Martha Stettler – Eine Schweizer Impressionistin in Paris“. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 20. Juni, um 16 Uhr im Rittersaal von Schloss Achberg statt.

Carla Heussler ist Dozentin an der Freien Kunstschule Stuttgart, Kuratorin und Autorin mit Schwerpunkt auf südwestdeutscher Kunst der Klassischen Moderne, Künstlerinnenreisen sowie Künstlerinnensozialgeschichte. In ihrem Vortrag „Bienvenue à Paris! – Künstlerinnen erobern Paris“ wirft die Kunsthistorikerin ein Schlaglicht auf die Pariser Kunstszene, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besonders für Künstlerinnen attraktiv war.

Wie in keiner anderen europäischen Stadt konnten sie dort die neuesten Kunstströmungen kennenlernen, fortschrittliche Ausbildungsmöglichkeiten erproben und eine bisher nie gekannte Freiheit erfahren. An den privaten Kunstakademien wie der Académie Julian – die im Gegensatz zu den staatlichen Kunstakademien auch Frauen aufnahmen – konnten sie am Aktstudium teilnehmen. Dies war essenziell für eine professionelle künstlerische Ausbildung. Deutsche Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker oder die in Stuttgart geborene Mathilde Vollmoeller fanden in der französischen Kulturhauptstadt die entscheidende Inspiration für ihre Kunst, die „Pariser Jahre“ waren wegweisend für ihre spätere Karriere in der Heimat.

Auch Martha Stettler, die aus Bern stammende Künstlerin deren Werke derzeit in Schloss Achberg ausgestellt ist, fuhr 1893 mit ihrer Lebensgefährtin nach Paris, um dort ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Sie war Mitbegründerin sowie Leiterin der renommierten Académie de la Grande Chaumière und setzte sich zeitlebens für die Ausbildung von Künstlerinnen ein. Der Vortrag vermittelt einen Eindruck von dem Leben dieser Künstlerinnen, die von der Kunstgeschichtsschreibung bislang wenig beachtet worden sind und erzählt zudem ein Stück Frauengeschichte Ende des 19. Jahrhunderts.

Der Vortrag ist im Ausstellungseintritt inbegriffen. Eine Anmeldung ist erforderlich unter schloss-achberg.de oder Telefon 0751 / 859510. Die Veranstaltung findet unter Einhaltung eines Hygiene- und Testkonzepts statt. Erforderlich ist ein tagesaktueller negativer Corona-Test. Befreit von der Testpflicht sind vollständig Geimpfte und Genesene mit entsprechender Bescheinigung. Am Sonntag (11 bis 17 Uhr) bietet eine Teststation am Schloss kostenlose Bürgertests an. Öffnungszeiten: Freitag 14 bis 18 Uhr, Samstag / Sonntag / Feiertage 11 bis 18 Uhr. Eintritt: Erwachsene 7 Euro, ermäßigt 6 Euro, Familien 13 Euro.

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