Ein langer Weg zum schönen Platz

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 Jetzt ist es geschafft: Der neue Pfarrgarten wurde feierlich eröffnet.
Jetzt ist es geschafft: Der neue Pfarrgarten wurde feierlich eröffnet. (Foto: Moosbrucker)
Richard Mossbrucker

BÖTTINGEN - Gleich zwei gute Gründe zum Feiern haben die Böttinger am Freitagabend gehabt. So wurde der neue Pfarrgarten eingeweiht und auch der erste Adventsmarkt des Ortes gefeiert.

Es regnete zwar in Strömen am frühen Freitagabend, doch dies hielt Pfarrer Johannes Amman und Bürgermeister Benedikt Buggle nicht davon ab, das Band am Eingang des Pfarrgartens zu durchtrennen. Mit dieser symbolischen Handlung eröffneten sie nicht nur den Pfarrgarten rund um die Kirche sondern auch den ersten Adventsmarkt.

Einige Böttinger Bürger, unter ihnen auch Altbürgermeister Gerhard Minder, versammelten sich an jener Mauer, die einstmals den Pfarrgarten eingrenzte und nun, nach langem behördlichen Hin und Her geöffnet wurde. Eine Einladung zum Verweilen soll es sein und den Besuchern das Gefühl der neuen Ortsmitte vermitteln.

Es dauerte ziemlich lange, bis das Ingenieurbüro Hermle an die Planung gehen konnte, denn zunächst war es nur die Kirchengemeinde, die sich eine Veränderung des Gartens wünschte, aber behördlicherseits auf Widerstand stieß. Erst als die Kirchengemeinde auch die weltliche Gemeinde mit ins Boot holte gab die Baurechtsbehörde nach. Als dann auch noch die Förderzusage aus dem Topf des Entwicklungsprogramms ländlicher Raum auf dem Tisch lag, konnte die Arbeit beginnen.

Herausgekommen ist nun ein wahres Schmuckstück, dessen Schönheit in der Gestaltung in der Dunkelheit des Eröffnungstages allerdings nicht richtig zum Vorschein kam. Bei Lichte betrachtet sieht die Umgebung um die Böttinger Kirche herum jetzt viel freundlicher aus. Die Idee des Planers, dass sich hier ein beliebter Treffpunkt entwickelt, der schein aufzugehen.

Pfarrer Amman drückte seine Freude mit biblischen Worten aus und sprach davon, dass die Saat nun aufgegangen und es gelungen sei, altes und neues miteinander zu verbinden. Der schöne Ort sei, so Amman „herrlich, wenn er der Seele gut tut“.

Juliane Hermle ging sehr ausführlich auf die Baugeschichte ein und schilderte den mit Hindernissen behafteten Weg von der Planungsidee im Jahre 2010 bis zur Realisierung. Dann aber mussten die Scheren her und die Bürgermeister Buggle, Minder, Pfarrer Amman und Juliane Hermle zur Tat schreiten, um den Garten zu eröffnen und gleichzeitig den Weg freizumachen für einen netten Adventsmarkt. Zehn Anbieter, die allesamt weihnachtliche Deko in ihrem Angebot hatten, aber auch für den leiblichen Genuss Glühwein und Bratwurst feilhielten, trugen zum Gelingen bei. Dem Böttinger Kirchenchor war es vorbehalten mit weihnachtlichen Weisen auf das bevorstehende Fest einzustimmen.

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