Ein krönender Abschluss

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 Bischof Dr. Gebhard Fürst (links) bei der Einweihung des neuens Altars.
Bischof Dr. Gebhard Fürst (links) bei der Einweihung des neuens Altars. (Foto: Heinz Thumm)
Heinz Thumm

Nach 40 Jahren mit einem Provisorium wurde im barocken Zwiefalter Münster zum Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten ein neuer Altar eingebaut. In der Gestaltung durch die Künstlerin Bernadette Hörder wurden Altarinsel, Altar, Ambo, Kredenz und Sedilien in schlichter Form angefertigt. „Die Materialien stellen eine Verbindung zwischen Barock und Moderne dar“, erklärte die Künstlerin.

Nach einem feierlichen und beeindruckenden Einzug in das Zwiefalter Münster übernahm Diözesanbischof Dr. Gebhard Fürst den Festgottesdienst mit Altarweihe und Eucharistiefeier. Pfarrer Francois Thamba und Diakon Dr. Radu Thuma unterstützten. Der Münsterchor und ein Orchester haben den Gottesdienst mitgestaltet. Wegen einem kurzfristigen Klinikaufenthalt fehlte Pfarrer Paul Zeller. Pfarrer Francois Thamba sandte in seiner Ansprache Genesungswünsche an den erkrankten Kollegen.

Besonders und persönlich begrüßt wurde Landesvater und Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Er erhielt auch Dankesworte für seinen Einsatz zur Finanzierung der Sanierungs- und Baumaßnahmen am Münster. Willkommengeheißen wurde die Künstlerin Bernadette Hörder aus Karlsruhe, die mit der Gestaltung der Altarinsel beauftragt war. Ebenso der Bundestagsabgeordnete Michael Donth und Zwiefaltens Bürgermeister Matthias Henne.

Beeindruckend war die Fülle der Besucher, auch aus den umliegenden Gemeinden, wie auch die Vielzahl der kirchlichen Helfer und Ministranten und jugendlichen Kirchenbesucher. Die würdigen Gesänge und musikalischen Einlagen ergaben einen feierlichen Rahmen, dazu zählten auch die Gesangsbeiträge von Kirchenmusiker Hubertus Ilg.

Exakt in der Symmetrie der Kuppel passt die quadratische Altarinsel aus grauem Würzburger Muschelkalk zu dem herrlichen und wunderbaren Münster. Auf dem Altar und dem Ambo liegt eine vier Zentimeter starke vergoldete Platte. Durch eine große Schattenfuge zwischen dem Korpus und der Platte scheint die Platte zu schweben. Die Proportionen für Kredenz, Bank und Sedilien entsprechen einander.

In der feierlichen Weihe und Segnung wurden in der Zeremonie die Geheimnisse des Altars und des Glaubens erläutert. Vom Altar sollen frohe Botschaften ausgehen. Der Altar gilt als Ort zur Begegnung mit dem auferstandenen Herren, an dem die Eucharistie in der Gemeinschaft der Gläubigen gefeiert wird. Dabei ist der Altar der Tisch des Herrn und die Quelle der Eintracht für die Kirche.

Feierlich wurden die Reliquien eingebracht, die Platte aufgelegt, Weihrauch entzündet und die Lichter am Altar erleuchtet. Am Altar sollen sich die Gläubigen zum Glauben bekennen und für die Welt Zeugnis geben. Am Altar wird der Glaube gegenwärtig.

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