Ein „Himmelreich“ für Merazhofen

Lesedauer: 4 Min
Pater Robert Gubala bei der feierlichen Einweihung des neu renovierten Pfarrhauses in Merazhofen.
Pater Robert Gubala bei der feierlichen Einweihung des neu renovierten Pfarrhauses in Merazhofen. (Foto: Claudia Bischofberger)
Claudia Bischofberger

Kaum waren die letzten Klänge nach dem Gottesdienst in der Kirche St.Gordian und Epichamus verhallt, strömten die Menschen in großer Schar hinauf ins frisch renovierte Pfarrhaus. Allen voran Pater Robert Gubala, der die kirchliche Zeremonie gestaltete, gefolgt von der Musikkapelle Merazhofen, die die Veranstaltung musikalisch umrahmte.

Nachdem Pater Gubala das Gebäude und die Menschen, die es umgaben geweiht hatte, begrüßte Kirchengemeinderat Berthold Haas die anwesenden Gäste. „Es liegen drei Jahre harte Arbeit hinter uns“, berichtete er. Denn viele Schäden seien erst sichtbar geworden, als man bereits mit den Arbeiten begonnen habe, so Haas. Ein weiteres Problem habe darin bestanden, dass es schwer war, Fachkräfte für die verschiedensten Gewerke zu bekommen. Zugleich richtete er damit einen Apell an die Jugend: „ Handwerk hat goldenen Boden.“ Berufe in diesem Bereich versprächen eine gesicherte Zukunft. „Und nun erstrahlt das Haus in neuem Glanz. Die Handwerker haben wahrhaft Großes geleistet“, lobte Haas. Er wünsche sich, dass dieses Haus zu einem Ort der Begegnung wird. Für Einheimische, Pilger und Touristen.

An den Wochenenden will das Ehepaar Melanie und Christian Marka für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. Das von ihnen im Pfarrhaus geführte Cafe` s`Himmelreich, soll die Besucher mit wahrhaft himmlisch schmeckenden und selbst gebackenen Kuchen sowie Kaffee und kleinen Snacks, verwöhnen. Zuvor haben die Markas mit ihren Kindern zwanzig Jahre lang das Pfarrhaus bewohnt. Nun hätten sie sich mit dieser besonderen Dienstleistung einen lange gehegten Traum erfüllt. Im oberen Teil des Gebäudes haben Gäste die Möglichkeit in einem hellen Zimmer mit angrenzendem Bad zu übernachten. Im Sommer hat man die Möglichkeit draußen zu sitzen und die Idylle der Allgäuer Natur zu genießen. Die Ausstattung des Cafe´s wurde finanziell unterstützt vom „Leader Aktionsprogramm“, das von der Europäischen Union vergeben wird.

Ein Museumsraum, der das Leben des langjährigen Pfarrers Augustinus Hieber in Erinnerung bewahren soll wurde ebenfalls im unteren Stockwerk liebevoll gestaltet. Hiermit wurde dem Segenspfarrer des Allgäus ein unvergessliches Andenken beschieden. Ein Stock höher ist das Büro des Pfarrer Hieber Gedächtnisvereins.

Pfarrer Elmar Schneider wünschte sich, dass nun das Haus mit dem Geist der Menschen erfüllt werden solle. Begeistert von der Schönheit des Gebäudes nach seiner Fertigstellung, ist er der davon überzeugt, dass die Gemeinde Merazhofen ein Punkt wie diesen brauche, um zur Ruhe zu kommen. „Hier kann der Mensch seine Seele baumeln lassen,“ sagt der Pfarrer.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen