Ein Brückenbauer in Europa

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Schwäbische Zeitung

Die Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Jugend (Sdj), Claudia Beikircher, hat beim Festakt zum 60-jährigen Bestehen des Verbands die kulturelle und deutsch-tschechische Arbeit in den Vordergrund gestellt. Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer bescheinigt der Sdj eine „zukunftsorientierte Jugendarbeit“

„Die Sudetendeutsche Jugend ist ein wichtiger Brückenbauer im gemeinsamen Europa“, sagt Haderthauer. Wer Zukunft gestalten will, dürfe nämlich die Vergangenheit nicht ausblenden. Posselt sieht die grenzüberschreitenden Aktivitäten des Jugendverbands als gute Voraussetzung für die Versöhnung. Auch die Sudetendeutsche Jugend betont in einer politischen Erklärung ihre Brückenfunktion zwischen Deutschen und Tschechen. Petr Vondruska vom tschechischen Jugendverband „Sojka-spolek mladych“ lobte die Zusammenarbeit mit der Sudetendeutschen Jugend: „Bei unseren Treffen spürt man, dass die Jugend beider Länder nicht mehr belastet ist von den Schatten der Vergangenheit.“ Beide Verbände lebten die Idee einer gemeinsamen Zukunft.

Der Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Franz Pany, bezeichnete die Arbeit der SDJ als „Kitt, der die Volksgruppe auch künftig zusammen halten wird. Schwerpunkte der Sudetendeutschen Jugend sind der Erhalt und die Weiterentwicklung des kulturellen Erbes sowie deutsch-tschechische Jugendbegegnungen. Sehr aktive Gruppen gibt es in Aalen und Ellwangen bei den Böhmerwäldlern.

Bernhard Goldhammer, der stellvertretende Bundesvorsitzende des Verbandes, hob hervor, dass das Recht auf Heimat der in den Vertreibungsgebieten lebenden Tschechen zu achten sei. Goldhammer forderte ein weltweites Verbot von Vertreibungen. Er übergab Ministerin Haderthauer eine „politische Erklärung der Sudetendeutschen Jugend“.

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