Ehrenamtliche Tandems unterstützen Isnyer Kinder

 Beim „Luchs-Projekt“ unterstützen Ehrenamtliche bestimmte Schüler aus Isny.
Beim „Luchs-Projekt“ unterstützen Ehrenamtliche bestimmte Schüler aus Isny. (Foto: Symbol: Stiftung Kinderchancen)
Redaktionsleiter

Beim Projekt „Luchs-Lernen und Chancen schenken“ der Stiftung Kinderchancen Allgäu unterstützen ehrenamtliche Helfer bestimmte Kinder und Jugendliche aus Isny – vor allem in schulischen Angelegenheiten, aber auch darüber hinaus. Begleitet werden in erster Linie solche Jungen und Mädchen, deren Familien solche Hilfestellungen nicht leisten können. Gemeint sind zum Beispiel Kinder mit vielen Geschwistern oder Geflüchtete mit schlechten Deutschkenntnissen. Das Caritas-Projekt wird mit der SZ-Weihnachtsspendenaktion „Helfen bringt Freude“ unterstützt.

Um betroffenen Schülern aus Isny einen „ergänzenden Zugang zu Bildung und neue Chancen“ zu ermöglichen, erhalten sie je einen sogenannten Luchs-Tandem. Gemeint ist eine ehrenamtliche Person, mit der es regelmäßige Treffen gibt – in der Regel einmal pro Woche für eine bis eineinhalb Stunden. Wie Projektleiterin Michaela Lendrates erklärt, wird den Kindern dabei „die gesamte Aufmerksamkeit und Zuwendung geschenkt.“ Dabei werde gemeinsam gelernt, gelesen, gespielt und Spaß gehabt. „Es ist also nicht mit Nachhilfe vergleichbar, in der ein definiertes Lernziel oder Aufholen in einem bestimmten Fach angestrebt wird, sondern die Inhalte orientieren sich an den aktuellen Bedürfnissen und den anstehenden Aufgaben“, fasst Lendrates zusammen.

Das Projekt wurde vor allem im Laufe des Jahres 2021 konzipiert und aufgebaut. Aktuell gibt es neun Ehrenamtliche, die entsprechend geschult und auch während des Engagements begleitet und weitergebildet werden. Weil das Konzept einen hohen koordinativen Aufwand erfordere, haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, den Fokus zunächst nur auf Isnyer Kinder zu legen. „Hier konnten sehr schnell sowohl der Verein Kinder und Jugendarbeit Isny, inklusive der angegliederten Schulsozialarbeit und die jeweiligen Schulen als auch der Isnyer Kinderschutzbund für Kooperationen gewonnen werden“, erklärt Lendrates.

Spendengelder, die aus der SZ-Aktion „Helfen bringt Freude“ zur Verfügung gestellt werden, will die Stiftung Kinderchancen Allgäu für den weiteren Ausbau des „Luchs-Projektes“ verwenden. Dabei werden etwa verschiedene Materialien benötigt. Jedes Luchs-Tandem erhält zum Beispiel beim Kennenlernen eine Tasche mit Dingen, die während der gemeinsamen Zeit gut genutzt werden können. Dazu zählen Buntstifte, ein Tagebuch, ein Kartenspiel sowie ein Rätsel- oder Übungsheft. Darüber hinaus wird an den Orten, an denen die Treffen stattfinden – häufig in Schulen – verschieden „Materialkisten“ mit beispielsweise Bastelzubehör und Büchern benötigt. Sollte das Geld ausreichen, sollen den Ehrenamtlichen weitere Schulungseinheiten angeboten werden.

Die Corona-Pandemie hat nach Einschätzung von Lendrates wesentlich dazu beigetragen, dass der Bedarf bei Schülern „so deutlich erkennbar wurde. Es benötigt nicht nur das Aufholen von Schulstoff, sondern vor allem sozial-emotional ist es dringend erforderlich, Kinder und Jugendliche zu unterstützen.“ Dafür werden auch weiterhin ehrenamtliche Helfer gesucht, die sich vorstellen können, ein Kind wöchentlich zu begleiten.

2022 soll es vor allem darum gehen, das Projekt zu festigen und zu erweitern. Möglichst viele Kinder und Jugendliche sollen mit dem Projekt erreicht werden. Zudem könnte „Luchs“ auf andere Schulstandorte adaptiert werden. Dafür sollen weitere „personelle Ressourcen“ bereitgestellt werden.

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