Dustin Strahlmeier fährt nicht zur Weltmeisterschaft

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In Weißwasser stand Dustin Strahlmeier beim 1:2 nach Penaltyschießen gegen die Slowakei letztmals zwischen den Pfosten des deuts
In Weißwasser stand Dustin Strahlmeier beim 1:2 nach Penaltyschießen gegen die Slowakei letztmals zwischen den Pfosten des deutschen Tores. Der Goalie der Schwenninger Wild Wings fährt nicht mit der DEB-Auswahl zur WM nach Dänemark. (Foto: Monika Skolimowska/DPA)

Dustin Strahlmeier wird nicht zum Kader der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Dänemark vom 4. bis 20. Mai gehören. Bundestrainer Marco Sturm siebte den Keeper der Schwenninger Wild Wings ebenso wie seinen bisherigen Mitspieler Tim Bender aus. Mit Simon Danner, Benedikt Brückner und Mirko Höfflin sind drei Wild Wings weiter dabei.

Strahlmeier: Erst bester Spieler, dann nicht mehr dabei

Der SERC-Goalie erlebte am Wochenende bei der Nationalmannschaft ein Wechselbad der Gefühle. Am Samstag hatte der 25-Jährige bei der 1:2-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Slowakei noch eine starke Leistung gezeigt und war als bester deutscher Spieler ausgezeichnet worden. Das Publikum in Weißwasser – bei den Lausitzer Füchsen machte Strahlmeier 2011 sein erstes Zweitligaspiel – feierte den Torwart minutenlang mit „Dustin, Dustin!“-Sprechchören. „Ich hoffe, dass ich bei der WM dabei bin“, sagte Strahlmeier noch voll Zuversicht in die Mikrofone.

Einen Tag später stand er absprachegemäß in Dresden beim 1:4 gegen die Slowaken nicht im Kader und bekam abends von Sturm die bittere Nachricht überbracht: Strahlmeier wird nicht zur WM fahren, ist nun nicht mehr im Kader. Stattdessen bleibt der Düsseldorfer Tormann Mathias Niederberger im Team. Dieser hatte am Samstag die erste Hälfte der Partie bestritten. Im Gegensatz zu Strahlmeier gleich drei Unsicherheiten gezeigt. „Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich nicht mehr dabei bin. Aber ich muss die Entscheidung des Trainers akzeptieren. Es war für mich etwas ganz Besonderes zwei Wochen bei der Nationalmannschaft dabei zu sein und meine ersten beiden Länderspiele bestreiten zu dürfen. Ich gebe nicht auf, hoffe auf die kommende Saison“, sagte Strahlmeier.

Danner überrascht: „Strahlmeier hat super Job gemacht“

SERC-Stürmer Simon Danner hatte zwar nicht damit gerechnet, dass Strahlmeier die WM spielt. „Ich bin aber überrascht, dass er jetzt raus ist. Er hat einen super Job gemacht, Klasseleistungen gezeigt und kann sich nichts ankreiden lassen. Es ist aber das erste Jahr von Strahli, es fehlt ihm noch an Erfahrung. Ich denke, das hat den Ausschlag geben. Ich hoffe aber, er wird dann wieder zum Deutschland-Cup eingeladen“, sagte Strahlmeiers Teamkamerad.

„Dustin geht momentan einen Weg, der sehr schnell geht. Dieses Jahr ist er das erste Mal bei uns in der Nationalmannschaft dabei. Er ist noch jung und man muss ihn langsam vorbereiten. Dustin ist einer für die Zukunft. Momentan haben wir noch einige erfahrene Torhüter. Aber wenn er so weitermacht, dann denke ich, macht er uns viel Freude“, sagte Sturm. NHL-Torwart Philipp Grubauer könnte der deutschen Nationalmannschaft bei der WM von Beginn an zur Verfügung stehen. Er liegt mit seinen Washington Capitals in den Play-Offs gegen die Columbus Blue Jackets 0:2 zurück. Goalie Thomas Greiss hat es mit den New York Islanders nicht in die Play-Offs geschafft, sagte wegen einer Verletzung für die WM ab.

Deutschland testet nun gegen Frankreich

Sein Teamkamerad Dennis Seidenberg wird an der WM teilnehmen. Der in Villingen-Schwenningen geborene Verteidiger wird erst in der kommenden Woche zur Nationalmannschaft hinzustoßen. NHL-Star Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers stößt ebenso wie der aus dem SERC-Nachwuchs stammende Stürmer Matthias Plachta (Adler Mannheim) bereits jetzt zur DEB-Auswahl. Danner selbst ist froh, weiter dabei zu sein. „Ich werde alles dafür geben, um bei der WM dabei zu sein“, sagt der 31-Jährige.

Ganz besonders freut er sich jetzt auf die Länderspiele gegen Frankreich. „Da treffen wir auf unsere Schwenninger Mannschaftskameraden Damien Fleury und Anthony Rech. Wir wollen nach den Niederlagen gegen die Slowaki, bei denen wir unser System nicht so recht umsetzen konnten, gewinnen.“ Auch Angreifer Mirko Höfflin und Verteidiger Benedikt Brückner, wollen weiter Gas geben. „Ich freue mich auf die Woche. Wir wollen gegen Frankreich besser als gegen die Slowakei spielen. Ich möchte mich weiter für die Weltmeisterschaft empfehlen“, sagte Höfflin. Nicht mehr dabei ist hingegen Tim Bender. Der Verteidiger, der von den Wild Wings zu den Nürnberg Ice Tigers wechselt, wurde ebenfalls aus dem Kader gestrichen.

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