Dunkle Töne, Nieten und Ketten: Taschenmode im Herbst

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Deutsche Presse-Agentur

Dunkle Farben spiegeln die Wirtschaftskrise in der Taschenmode für die kommende Herbst- und Wintersaison. „Es wird aber nicht alles Dunkelbraun und Schwarz in solchen Zeiten.“

Das sagte Modeberater Martin Wuttke vor Beginn der Internationalen Lederwaren-Fachmesse ILM (20. bis 22. März) für Taschen in Offenbach. Besonders Beerentöne sind neben den ganz unterschiedlichen Schwarz- und Grautönen häufig zu sehen. Viele Handtaschen sind in den Farben von buntem Herbstlaub gehalten. Vereinzelt leuchten sie in Pink, Orange und Gelb. „Es ist die Saison der Gegenpole“, sagte Wuttke.

„Nicht ein spezieller Look, sondern die verschiedenen Life-Styles (Lebensstile) definieren heute Mode“, betonte der Fachmann. „Es gibt auch nicht die eine Taschenform für den nächsten Winter, sondern eine große Bandbreite.“ Die reicht von voluminösen Beuteln über Rucksäcke und Überschlagtaschen bis zu kleinen Schatullentäschchen und Clutches für die Abendgarderobe. „Shopper Formen gehen etwas zurück und werden durch hochformatige Schultertaschen sowie Foldovers (Umschlagtaschen) abgelöst“, heißt es in Wuttkes Trendbericht. Dabei können sich die Kunden über stabile Preise bei Handtaschen, Reisegepäck und Rucksäcken freuen.

Neben Leder überwiegen bei den Materialien Strick, Fell und Canvas. Leder ist sowohl strukturiert, als auch gestanzt, geprägt, ölig schimmernd oder gewaschen rustikal zu finden. Auch Nylon, Kroko, Holz und unregelmäßige Flechtungen haben in der kommenden Herbst- und Wintersaison Konjunktur. Viele Taschen sind in Patchwork gehalten, die Farben dabei Ton in Ton, die einzelnen Stücke fast quadratisch.

Vor allem Nieten, Metallketten und Fransen, aber auch Totenköpfe, Schmucksteine, Schleifen und Blüten-Formen: Die Hersteller setzen auf Dekoration. Neu sind unter dem Leder liegende Nieten oder in das Leder geprägte dreidimensionale Nietenstrukturen. Die Verzierungen haben entweder den Ton der Tasche, oder sind Gold, Silber und auf antik gestylt, manchmal auch lackiert. „Junge Menschen haben Lust sich aufzubrezeln“, sagt Wuttke. Das zeigten sie auch bei der Wahl ihrer Taschen.

Bei der Männermode setzen die Hersteller auf Militärtornister, Matchsäcke in poliertem Leder, schwarze Planen-Rucksäcke, naturbelassene Leder- und Fellumhänger sowie auf Uniformtaschen mit Netzelementen. Klassiker wie die Dokumententasche werden kleiner, Nylonbeutel gibt es mit Magnetverschlüssen und bei den Mustern standen osmanische Teppiche Pate.

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