Dudenhöffer verlangt Staatsbeteiligungen an Opel

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer hält eine Loslösung von Opel von der Konzernmutter General Motors für das bestmögliche Ergebnis. Jetzt seien Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister und Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) schnellstens gefragt.

„Staatsbeteiligungen sind jetzt wichtig.“ Voraussetzung sei die Bildung einer europäischen Aktiengesellschaft, sagte Dudenhöffer am Freitag in Gelsenkirchen der Deutschen Presse- Agentur dpa.

„Die Bundesrepublik, die Länder und die Staaten, in denen Opel tätig ist, müssen Opel-Anteile kaufen. Kneifen gilt jetzt nicht“, forderte Dudenhöffer. Auch freie Investoren wie die Opel-Händler seien willkommen. Der GM-Anteil müsse auf 30 bis 40 Prozent beschränkt sein. „Voraussetzung ist, dass alle mit dem Konzept einverstanden sind.“

Dudenhöffer, der an der Fachhochschule Gelsenkirchen lehrt, erwartet im Zuge der Restrukturierung innerhalb von zehn Jahren einen Abbau von 25 Prozent der Opel-Stellen. Es gebe große Überkapazitäten.

Gespräch: Wolfgang Dahlmann, dpa

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen