DRK Ostrach baut eigene Jugendgruppe auf

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Die Geehrten der DRK-Bereitschaft Ostrach mit den DRK-Funktionären und Ostrachs Bürgermeister Christoph Schulz: Heidi Kugler (li
Die Geehrten der DRK-Bereitschaft Ostrach mit den DRK-Funktionären und Ostrachs Bürgermeister Christoph Schulz: Heidi Kugler (links), DRK-Kreis-Vizepräsident Karl-Heinz Hebeisen, Marion Halm, Karl-Ludwig Siebenrock, Rosemarie Scholter, DRK-Kreisbereit (Foto: Artur K.M. Bay)
Schwäbische Zeitung
Artur K.M. Bay

Ostrach - Volles Haus im Rotkreuzheim bei der Hauptversammlung der DRK-Bereitschaft Ostrach am Montagabend , die ganz im Zeichen von Neuwahlen und der Ehrung langjähriger, ehrenamtlicher Mitglieder gestanden hat. Einstimmig wurde Michaela Müller als Beauftragte für die Bereitschaftsarbeit wiedergewählt. Ebenso sprach die Versammlung Simon Günter als Kassierer und Maria Mussotter als Schriftführerin erneut ihr Vertrauen aus. Der Aufbau einer Jugendgruppe läuft derweil auf Hochtouren und dürfte demnächst wahr werden.

Eröffnet wurde die Hauptversammlung mit einem Willkommensgruß von Michaela Müller, die sich besonders über die Anwesenheit von Ostrachs Bürgermeister Christoph Schulz freute sowie über die beiden DRK-Spitzenfunktionäre – Vizepräsident Karl-Heinz Hebeisen vom Kreisverband Sigmaringen und Kreisbereitschaftsleiter Mario Rilli. Dem umfangreichen Bericht von Michaela Müller war zu entnehmen, wie intensiv und vielseitig das Einsatzprogramm des Deutschen Roten Kreuzes in Ostrach und Umgebung ist.

Momentan engagieren sich 14 Mitglieder bei der DRK-Bereitschaft Ostrach, davon neun Helferinnen und fünf Helfer. Sei es bei Sportveranstaltungen im Freien oder in der Halle, in den Schulen, bei Übungen der Feuerwehr oder anderen öffentlichen Veranstaltungen – die DRK-Bereitschaft ist zur Stelle, wo immer sie benötigt wird.

Vier Blutspendetermine

Hinzu kamen im vergangenen Geschäftsjahr wieder vier Blutspendertermine mit einem externen Team von Helfern. Allein hierfür war ein Aufwand von insgesamt 450 Stunden notwendig. In der Nachbarschaftshilfe und für den Pflegedienst beliefen sich die Einsätze auf 1130 Stunden. Unter dem Strich kam im vergangenen Jahr eine Gesamteinsatzzeit von knapp über 2460 Stunden zusammen, dies ergibt bei 14 Aktiven einen Schnitt von rund 175 Stunden pro Mitglied. Zum Aufbau einer Jugend-Rotkreuzgruppe führte Michaela Müller aus, dass Marion Halm und Sabine Wellisch bereits mit großem Erfolg einen Ausbildungskurs bei einem entsprechenden Seminar absolvierten.

Ein neues Sanitätsauto schlug mit einer Investition von 25 000 Euro in der Kasse auf der Minus-Seite zu Buche, wie dem Bericht von Kassierer Simon Günter zu entnehmen war. Geprüft wurde die Kasse von den verantwortlichen DRK-Kräften des Kreisverbandes in Sigmaringen, die dem Kassenchef eine tadellose Führung der Finanzgeschäfte bestätigen.

In einem Grußwort vor der einstimmigen Entlastung des Vorstands lobte Bürgermeister Christoph Schulz das große, ehrenamtliche Engagement der DRK-Bereitschaft Ostrach. „Es ist immer gut zu wissen, dass das DRK immer präsent ist.“ Kreisbereitschaftsleiter Mario Rilli, der die Ehrungen zusammen mit dem DRK-Vizepräsidenten Karl-Heinz Hebeisen vornahm, unterstrich die Wichtigkeit einer Jugendgruppe in Ostrach, denn allgemein habe auch das Deutsche Rote Kreuz Nachwuchssorgen.

Mario Rilli kam unter anderem auch auf eine zunehmende Respektlosigkeit etlicher Menschen in unserer Gesellschaft gegenüber Hilfskräften wie DRK und Feuerwehr, bekanntermaßen auch gegenüber der Polizei, zu sprechen. Menschen, die Leben retten wollen, würden teilweise angepöbelt, beleidigt und sogar tätlich angegangen. Dies sei eine vollkommen unverständliche Entwicklung. Er forderte eine größere Wertschätzung gegenüber Menschen ein, die Leben retten und erhalten wollen.

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