Dreidimensionale Pflanzenobjekte schmücken Geldhaus

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Künstler Hubert Kaltenmark (links) mit seinen Schülern beim Gestalten von naturgetreuen Pflanzenobjekten.
Künstler Hubert Kaltenmark (links) mit seinen Schülern beim Gestalten von naturgetreuen Pflanzenobjekten. (Foto: Volksbank)
Schwäbische Zeitung

Die Jugendkunstschulklasse Meckenbeuren stellt aktuell ihre Arbeiten „Vegetativen Fantasien“ aus. Die naturgetreuen, dreidimensionalen Objekte werden bis Ende Juli in den Räumen der Volksbank-Geschäftsstelle in Meckenbeuren gezeigt.

Die Idee zu den „Vegetativen Fantasien“ kam Hubert Kaltenmark, Leiter der Jugendkunstschule Meckenbeuren, durch den Besuch einer Ausstellung der Künstlerin Anne Carnein in Ravensburg. Ihre pflanzenähnlichen Gebilde geformt aus Draht, Kleidung, Stoffen oder Garnen sehen verblüffend echt aus und beeindrucken. Einige ihrer Kunstwerke auf Postkarten und in Fotobüchern sollten die Schüler zur Einführung anregen.

„Aufgabenstellung war, nicht eine Vorlage oder ein Original zu erschaffen, sondern durch die eigene Fantasie pflanzenähnliche Objekte zu entwerfen, die so in der Natur nicht vorkommen. Etliche Stoffreste in allen Farben und Mustern, verschiedene Drähte, Schnüre, Garne und lange Strohhalme dienten der Klasse zur Ausführung“, sagt Kaltenmark.

„Das ist schon toll, wenn wir hören, dass die Anforderungen sehr offen sind und wir frei und selbst entscheiden sollen“, so der einstimmige Tenor der Klasse.

Eine Schülerin umspannt zuerst zögerlich einen dicken Draht mit Stoffresten und näht hier und da mal mit einem dicken Garn die Teile zusammen. Eine andere ist bereits emsig dabei längere Stoffstile mit Kugeln zu bestücken. Auch wenn mal was nicht auf Anhieb klappt, so kann unter Umständen ein ganz anderes Objekt daraus entstehen. Das wiederum inspiriert zu weiteren oder anderen Ausführungen. Mit viel Geduld und wachsamen Augen verfolgt Kaltenmark den Werdegang einzelner pflanzenähnlicher Gebilde. Über mehrere Unterrichtseinheiten fertigten die Schülerinnen und Schüler imposante, einzigartige, dreidimensionale Objekte an, die dann in Bilderrahmen mit einem Holzaufsatz gekonnt in Szene gesetzt wurden. Die Arbeiten kommen dadurch außerordentlich gut zur Geltung und sehen sehr professionell aus. Man könnte sie durchaus mit anderen Objekten einer hochkarätigen Galerie vergleichen.

Die Arbeiten stammen von: Vincent Ehrle, Melissa Kurt, Celine Sauter, Hannah Strohmaier und Paulina Weber und sind sehenswert. Die Jugendkunstschule wird seit Jahren von der Volksbank auch mit Materialen und Spenden unterstützt.

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