„Drei Affen“ - Familientragödie als Krimi

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Deutsche Presse-Agentur

Wie die drei buddhistischen Affen, die nichts hören, nichts sehen und nichts sagen, verhalten sich die Protagonisten in dieser Familientragödie. Kommunikationslosigkeit führt hier in die Katastrophe.

Der türkische Regisseur Nuri Bilge Ceylan („Uzak“, „Jahreszeiten - Ilklimler“) wird von Cineasten bereits als Nachfolger von Michelangelo Antonioni gefeiert. Auch mit seinem dritten Film über ein finsteres Familiengeheimnis bleibt er seinem Stil treu, wenngleich er seine Geschichte diesmal in einen Krimi verpackt. Bei den Filmfestspielen in Cannes 2008 wurde er dafür mit der Palme für den „Besten Regisseur“ ausgezeichnet. Als der Politiker Servet einen Menschen überfährt, bekennt er sich nicht etwa zur Tat, sondern drängt seinen Chauffeur Eyüp, die Schuld auf sich nehmen. Während Eyüp im Gefängnis sitzt, beginnt seine Ehefrau ein Verhältnis mit dem verheirateten Servet, der erwachsene Sohn ertappt sie dabei. Das Drama um emotionale, sexuelle und finanzielle Abhängigkeiten nimmt seinen Lauf.

(Drei Affen - Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen, Türkei/Griechenland u.a.2008, 109 Min., FSK ab 12, von Nuri Bilge Ceylan, mit Yavuz Bingöl, Ercan Kesal, Hatice Aslan Kaleli)

dreiaffen.arsenalfilm.de

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