Dirndl und Göckele - „Cannstatter Wasen“ gestartet

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Deutsche Presse-Agentur

Dirndl, Maß und Göckele - das Cannstatter Volksfest hat am Freitag (26. September) auf dem Stuttgarter Wasen begonnen. 360 Schausteller und Festwirte warten auf die Besucher des nach dem Münchner Oktoberfest zweitgrößten Volksfestes in Deutschland.

Den Fassanstich nimmt am Abend Oberbürgermeister Wolfgang Schuster vor. „Die Krüüüge hoooch...“ heißt es dann wieder in den Festzelten mit ihren 40 000 Sitzplätzen. Das erste Volksfest am 28. September 1818 dauerte nur einen Tag; heute kann 17 Tage lang gefeiert werden.

Sehen und gesehen werden gilt so lange für viele Volksfest- Besucher - ob beim Treffen der „Stuttgarter Damen“, bei „Burda meets Wasen“, den Abenden von „Promi-Magazinen“, beim Auftritt der Fußballprofis des VfB Stuttgart oder dem obligatorischen Besuch der Landesregierung. Erwartet wird ein Trend zur Tracht: Beim 163. Volksfest feiert die neue Volksfest-Tracht - Dirndl, Lederhose und weißes Trachtenhemd mit eingesticktem Württemberg-Wappen für Frauen und Männer - ihre Premiere.

Im vergangenen Jahr kamen 4,5 Millionen Besucher - 40 Prozent aus der Landeshauptstadt, 45 Prozent aus der Region und 15 Prozent aus dem Ausland. Nach einer Marketingstudie arbeiten 17 000 Menschen direkt oder indirekt für den Wasenbetrieb.

Obwohl der Bierpreis von 2,50 Mark (1,28 Euro) im Jahr 1969 inzwischen auf stolze 7,90 Euro gestiegen ist, stehen in jedem Zelt 20 000 Maßkrüge bereit, von denen 12 000 ständig im Umlauf sind. Zu den Höhepunkten auf dem 36 Hektar großen Rummelplatz rund um die 26 Meter hohe Fruchtsäule gehören die Familiennachmittage am 1. und 8. Oktober mit reduzierten Preisen, der Krämermarkt, die Wettfahrt der Heißluftballone am 3. Oktober und das Musikfeuerwerk am 12. Oktober.

Auch der bundesweit einmalige Service wird wieder angeboten: Wasenbesucher, die zu viel getrunken haben, können sich im eigenen Auto nach Hause fahren lassen - bezahlt werden muss nur das Taxi für die Rückfahrt des Fahrers.

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