Dill gehört nicht in die Frankfurter „Grüne Soße“

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Deutsche Presse-Agentur

Vielerorts serviert man sie vor allem am traditionell fleischfreien Gründonnerstag (9. April) zu Eiern: die Frankfurter „Grüne Soße“. Sie besteht aus sieben Kräutern - nicht mehr und nicht weniger.

Hinein gehören Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. „Was nicht reingehört, ist Dill“, sagt der Küchenmeister Bernd Brunkhardt in Karben (Hessen) vom Verband der Köche Deutschlands. In Notzeiten hätten die Köche dagegen manchmal auch Löwenzahn-Blätter untergemischt. Wichtig sei, dass die Kräuter sehr klein gehackt werden, damit die Soße auch richtig grün leuchtet und ordentlich nach Kräutern schmeckt.

Die Grundsoße wird im Originalrezept mit Saurer Sahne oder Schmand angerührt, sagt Brunkhardt. „Manche Leute nehmen auch Buttermilch.“ Für eine leichtere Variante können Köche auch Quark oder Joghurt verwenden. Je nach Geschmack dürfen auch Knoblauch, Zwiebeln oder Senf zugefügt werden. Früher ist dem Fachmann zufolge auch oft ein klein gehacktes Ei in der Soße gelandet, die dann passiert wurde.

„Auf jeden Fall gehören gekochte Kartoffeln dazu“, rät der Küchenmeister. Und wer sie nicht gerade an Gründonnerstag zu hartgekochten Eiern essen will, kombiniert die Grüne Soße zum Beispiel mit Ochsenbrust oder Tafelspitz.

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