Digital aufgerüstet: Gut 170 Verwaltungskräfte des Lindauer Landratsamts können jetzt vom Homeoffice aus arbeiten

Lange hat das Landratsamt auf diese Lieferung gewartet: Frederic Rupfle, Mitarbeiter der IT-Abteilung im Landratsamt, zeigt Land
Lange hat das Landratsamt auf diese Lieferung gewartet: Frederic Rupfle, Mitarbeiter der IT-Abteilung im Landratsamt, zeigt Landrat Elmar Stegmann die neu eingetroffenen Notebooks. So soll jetzt fast jede Verwaltungskraft im Homeoffice arbeiten können. (Foto: LRA)
Lindauer Zeitung

Nicht für alle Bereiche des Landratsamtes Lindau ist mobiles Arbeiten möglich. In vielen Fachbereichen jedoch können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Aufgaben von Zuhause aus erledigen. Die aktuellen Regelungen zum mobilen Arbeiten wurden vor wenigen Tagen von Verwaltungsleitung und Personalrat des Landratsamts unterschrieben. Ab Mitte dieser Woche sind laut Pressemitteilung des Landratsamtes rund 95 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter mit mobilen Endgeräten für einen Einsatz im Homeoffice ausgestattet. Ob das im Einzelfall sinnvoll ist, würden Führungskräfte und Beschäftigte im Einzelfall besprechen.

„Der Zugang auf unsere Anwendungen erfolgt absolut sicher und trotzdem kinderleicht, telefoniert wird via Internet“, sagt Landrat Elmar Stegmann und fügt an: „Wir verwenden topmoderne Geräte und Software.“ Stegmann ist laut Pressemitteilung eine der Testpersonen für mobiles Arbeiten im Landratsamt gewesen und nutze das System schon mehrere Monate.

Die IT-Abteilung des Landratsamtes installiere derzeit 90 neu eingetroffene Notebooks. Bestellt habe die Kreisverwaltung diese Geräte bereits vor Monaten. Aufgrund der starken Nachfrage habe es bei den mobilen Endgeräten jedoch Lieferverzögerungen gegeben. Insgesamt habe das Landratsamt dann 174 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Notebooks ausgestattet und damit fast den gesamten Verwaltungsbereich, also all jene, die aufgrund ihrer Aufgaben überhaupt ins Homeoffice gehen können.

Nicht ins Homeoffice können die Kolleginnen und Kollegen, die beispielsweise als Hausmeister, bei der Straßenmeisterei, im Jobcenter, bei den zentralen Diensten wie Empfang und Postversand oder in der Reinigung arbeiten. Auch im Gesundheitsamt mit den komplexen Abstimmungsprozessen und in der Kfz-Zulassung ist die Umsetzung schwierig, schreibt Pressesprecherin Sibylle Ehreiser.

Das Landratsamt als Behörde möchte in Sachen Digitalisierung gutes Beispiel sein, auch für Unternehmen, die in der Corona-Pandemie bisher noch keine modernen Homeoffice-Lösungen anbieten. „Behörden haben ja manchmal ein verstaubtes Image. Wir haben aber die Digitalisierung stark vorangetrieben,“ freut sich Stegmann. Wichtig ist ihm aber auch beim Thema mobiles Arbeiten ein bedachtes Vorgehen mit Augenmaß: „Wir wollen nach wie vor einen sehr guten Service für die Bürgerinnen und Bürger bieten.“

Sollte sich zeigen, dass sich bestimmte Aufgaben zuhause nicht so gut und schnell erledigen lassen wie im Büro, würden Führungskraft und Mitarbeiter erneut ins Gespräch gehen und nach Lösungen suchen.

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