Die wunderbare Welt des Albert Kahn

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Deutsche Presse-Agentur

Mehr als 72 000 Farbfotos und 100 Stunden Film, Briefe, Tagebücher, Notizen und Berichte von außergewöhnlichen Reisen in exotische Länder rund um den Globus verwahrt das „Musée Albert Kahn“ in Boulogne-Billancourt.

Kahn war ein reicher französischer Bankier, 1860 im Elsass geboren, der 1909 Fotografen beauftragte, in die Welt zu reisen und in seinem Auftrag vom Untergang bedrohte Kulturen und Menschen zu filmen und zu fotografieren.

Der deutsch-französische Kultursender Arte zeigt von diesem Montag (19.00 Uhr) an die neunteilige Dokumentationsreihe mit dem Titel „Die wunderbare Welt des Albert Kahn“, in der exemplarisch Dokumente aus der reichhaltigen Sammlung gezeigt werden. Die vor dem Ersten Weltkrieg entstandenen Bilder und Filme - Eindrücke vom Alltag ganz normaler Menschen dieser Zeit - zählen zu den markantesten Zeugnissen einer untergegangenen Epoche.

Ein Jahrhundert später versucht die 2007 fertiggestellte Dokumentationsreihe der BBC, die in Zusammenarbeit mit der „Fondation Albert Kahn“ entwickelt wurde, den wertvollen Schatz, den dieses Archiv darstellt, für die heutige Welt zu heben. Der erste Teil der Reihe, „Die Geburt einer Idee“, befasst sich mit dem Schicksal von Albert Kahn, der unter anderem Albert Einstein, Austen Chamberlain, Raymond Barrès, Paul Valéry, Anatole France und Auguste Rodin zu seinen Freunden zählte.

Der Film berichtet von der Entstehung der Farbfotografie, den damals vorhandenen technischen Möglichkeiten sowie von Kahns Reisen nach England und Irland im Jahr 1913. Kahn selbst wurde während der Weltwirtschaftskrise 1929 ruiniert und starb im Jahr 1940 völlig verarmt.

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