Die Top-Teams sind eine Nummer zu groß

Lesedauer: 4 Min

Die Fußballerinnen der SG Altheim sind bei ihrer ersten Teilnahme an der Endrunde der württembergischen Hallenmeisterschaft ohne Sieg geblieben. Der als Außenseiter angetretene Landesligist belegte in seiner Gruppe den letzten Platz.

Erfahrungen sammeln gegen die mit einer Ausnahme durchweg höherklassige Konkurrenz und die Favoriten ärgern – das war das Ziel des Landesliga-Neulings Altheim bei der Verbandsendrunde in Heilbronn-Frankenbach. Allerdings musste die SGA im Vergleich zum Vorrundenturnier vor zwei Wochen in Ehingen nicht nur auf Sandra Kottmann und Ronja Braun verzichten, sondern kurzfristig auch noch auf die krankheitsbedingt ausgefallene Angela Hospach. Trainer Gerhard Kottmann standen nur sieben Spielerinnen zur Verfügung.

In den Spielen gegen den Regionalligisten TSV Crailsheim (0:2), den Oberligisten TSV Tettnang (0:2) und den Verbandsligisten TSV Münchingen (0:4), der zu den Geheimfavoriten auf den württembergischen Titel gezählt wurde, war für den Landesligisten nichts drin. „Die Gegner waren für uns eine Nummer zu groß“, sagte Trainer Kottmann. Man habe versucht mitzuspielen und sich nicht hinten reinzustellen, aber auch feststellen müssen, wie gnadenlos höherklassige Teams Fehler bestrafen. Vor allem gegen Münchingen war das zu sehen – fünf Minuten lang hatte Altheim ein 0:0 gehalten, ehe ein Fehler zum 0:1 führte und die SGA danach den Faden verlor. Münchingen erzielte innerhalb kurzer Zeit drei weitere Tore.

Pech hatte Altheim dagegen in den Spielen gegen Frommern-Dürrwangen (0:1) und Normannia Gmünd (1:1). „Da haben wir den Ball gut laufen lassen“, so Kottmann. Gegen Frommern hatte die SGA die Chance zur Führung, stand aber am Ende mit leeren Händen da, nachdem der Verbandsligist in der letzten Minute das Siegtor erzielt hatte. Im letzten Spiel gegen den Regionenligisten Gmünd, der bis dahin ebenfalls noch keinen Punkt hatte, ging es somit nur noch um Rang fünf oder sechs in der Gruppe B und darum, nicht ohne Treffer das Turnier zu beenden. Altheim legte vor, Annika Bollmann schoss das 1:0 für den Landesligisten. Die Führung hielt sechs Minuten, ehe Gmünd ausglich. Da die Normannia die bessere Tordifferenz hatte, war Altheim wieder gefordert, doch ein weiterer Treffer gelang nicht. Es blieb beim 1:1. „Gegen Frommern und Gmünd sind wir nicht belohnt worden“, sagte Trainer Kottmann. Der fünfte Platz in der Gruppe B und in der Endabrechnung beider Gruppe Rang neun sei drin gewesen.

Den württembergischen Hallentitel machten aber die Top-Teams unter sich aus. Aus der Altheimer Gruppe erreichten Gruppensieger Crailsheim und der Zweite Tettnang, der dem TSV Münchingen durch ein 2:0 im letzten Spiel gegen Frommern Rang zwei wegschnappte, das Halbfinale. In der Gruppe A erreichten die Oberligisten TV Derendingen und VfB Obertürkheim die Vorschlussrunde – vier der fünf höchstklassigen Teams (nur Oberligist Hegnach war ausgeschieden) hatten somit die Gruppenphase überstanden.

Am Ende jubelten die Fußballerinnen des TV Derendingen, die ihrem 2:0 im Halbfinale über Tettnang einen 1:0-Sieg im Finale gegen Obertürkheim folgen ließen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen