Die Teams der Formel 1: Toyota Racing

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Schwäbische Zeitung

Fahrer / Startnr: Jarno Trulli (Italien) / 9 Timo Glock (Deutschland) / 10 Testfahrer: Kamui Kobayashi (Japan) Teamchef: Tadashi Yamashina Technischer Direktor: Pascal Vasselon Bolide: TF109 Motor: RVX-09 F 1 Debüt: 2002 Australien Größte Erfolge: 4. der Konstrukteurs-WM 2005 Saison 2008: 5. der Konstrukteurs-WM Homepage: www.toyota-f1.com

John Howett, Teamchef bei Toyota, macht keinen Hehl um die Existenzängste in seinem Rennstall. Seit dem Einstieg in die Formel 1 hinkt man beim japanisch-deutschen Kombination den Erwartungen weit hinterher. Der Anschluss an die Spitze misslang. Nun drückt die Finanzkrise die Stimmung noch weiter nach unten. „Wir brauchen eine starke Saison, um eine Zukunft zu haben. Ich weiß nicht, ob wir unbedingt siegen müssen, um unseren Verbleib zu sichern, aber wir fühlen schon, dass wir Rennen gewinnen müssen“, sagte Howett. „Wir brauchen nicht lange drumrumzureden, unser Ziel ist es, zu den Top-Teams vorzustoßen“, betonte auch Stammpilot Timo Glock.

Toyota hat in den vergangenen fünf Jahren für sein Formel-1-Engagement angeblich mehr als eine Milliarde Euro ausgegeben. Ein Sieg ist für den in Köln-Marsdorf beheimateten Rennstall bislang nicht herausgesprungen - zu wenig. „Es auf dem derzeitigen Level zu halten, ist extrem schwierig“, räumte Konzernchef Watanabe ein.

Glock hingegen beteuert, die Stimmung in seinem Team sei dennoch gut. „Natürlich ist das eine schwierige Situation“, sagte er. Aber alle seien motiviert, das Team weiter nach vorn zu bringen, und freuten sich auf die Weltmeisterschaft. Sogar Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hatte für das gebeutelte Team warme Worte über: „Toyota scheint glücklich im Moment und ich hoffe, dass sie gut sein werden.“

In der vergangenen Saison reichte es immerhin zu einem fünften Platz in der Teamwertung. Im Gegensatz zum Katastrophenjahr 2007, indem man nur auf 13 Punkte kam, zeigte die Tendenz 2008 mit 56 Zählern wieder nach oben. Ein Ergebnis, dass auch auf eine klare Hierarchie bei den Piloten zurückzuführen war. Statt einer viel Energie kostenden Fehde um die Vorherrschaft, wie es sie zwischen Ex-Fahrer Ralf Schumacher und Jarno Trulli gab, ordnete sich Debütant Timo Glock brav ins zweite Glied hinter dem Italiener ein. Doch mit Glocks starker zweiter Saisonhälfte und seiner selbstbewussten Kampfansage für seine zweite F1-Saison („Mein Traum wäre natürlich, das erste Rennen für Toyota zu gewinnen“), begegnen sich beide Toyota-Piloten jetzt schon auf Augenhöhe.

Der neue Wagen stellt für beide eine neue Herausforderung dar. Traditionell in weiß-rot gehalten, fallen am neuen TF109 der breite Front- sowie der hohe und schmale Heckflügel auf. Sie sind durch die neuen Regeln vorgeschrieben. Hoffnung setzt man auch auf das Energierückgewinnungssystem KERS.

(Stand: März 2009)

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