Die Teams der Formel 1: Renault F1 Team

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Schwäbische Zeitung

Fahrer / Startnr: Fernando Alonso (Spanien) / 7 Nelson Piquet jr. (Brasilien) /8 Testfahrer: Romain Grosjean (Frankreich) Teamchef: Flavio Briatore Technischer Direktor: Bob Bell Bolide: Renault R29 Motor: Renault RS 27 F1 Debüt: 1977 Großbritannien Größte Erfolge: Konstrukteurs-Weltmeister: 2005, 2006 Fahrer-Weltmeister: 2005, 2006 Saison 2008: 4. der Konstrukteurs-WM Homepage: www.renaultf1.com

Das Renault F1 Team will 2009 an den Trend des Vorjahres anknüpfen. Besonders die beiden Siege in der Endphase beeindruckten nicht nur das Team. Am Ende stand Rang vier der Konstrukteurswertung, den es nun zu verbessern gilt. Mit dem neuen auffälligen R 29 wollen die Franzosen einen Rückstand zu den Favoriten McLaren-Mercedes und Ferrari gar nicht erst aufkommen lassen. „Wir haben uns zum Ziel gesetzt weiterhin an der Spitze mitzukämpfen“, gab Teamchef Flavio Briatore zu Protokoll.

Nicht nur wegen der hochgesteckten Ziele lastet auf dem Team großer Druck. Über allem schwebt auch das Damoklesschwert der Finanzkrise. Der Finanzkonzern ING steigt nach der Saison als Titelsponsor aus und den Mutterkonzern plagen schlechte Zahlen. Die erste und beste Voraussetzung für einen Erhalt des Rennstalls sind daher Erfolge. Das bewährte Duo aus Fernando Alonso und Nelson Piquet Jr. soll diese mit dem neuen Boliden einfahren.

Die Rollenverteilung ist klar: „Fernando ist ohne Zweifel der beste Fahrer im Feld“, schmeichelt Briatore dem Platzhirschen, „Wir sind sehr glücklich über die Fortsetzung unserer Zusammenarbeit.“ Anspornende Worte findet er auch für die Nummer zwei: „Nelson hat viel gelernt und ist sehr gereift. Wir möchten ihm die Gelegenheit bieten, das in ihn gesetzte Vertrauen zurückzuzahlen.“ Der Italiener ist überzeugt, „mit einer besonders starken Fahrerpaarung“ in die neue Saison zu gehen.

Der R 29 hebt sich durch die neue Lackierung und mutiges Design vom Vorjahresmodell ab. Eine voluminöse Nase fällt auf, und die breiten und flachen Seitenkästen ziehen sich bis kurz vor den Heckflügel. Power, die 2008 vermisst wurde, sollen vor allem Änderungen am Motor bringen. Gute Ergebnisse im Windkanal und vom Motorenprüfstand lagen über den Erwartungen der Ingenieure und bestätigten den eingeschlagenen Weg. Nach anfänglichen Problemen bekam man bei Renault auch die neue Hybridtechnik in den Griff und setzt nun viele Hoffnungen in die neue KERS-Technologie. „Die Fahrer werden etwas mehr zu tun haben als im vergangenen Jahr“, urteilte Alonso trocken hinsichtlich der zusätzlichen Knöpfe im Cockpit.

(Stand: März 2009)

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