Die Teams der Formel 1: Brawn GP Formula One

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Schwäbische Zeitung

Fahrer / Startnr: Jenson Button (Großbritannien) / 18 Rubens Barrichello (Brasilien) / 19 Teamchef: Ross Brawn Technischer Direktor: Jörg Zander Bolide: BGP 001 Motor: Mercedes Benz FO108W F 1 Debüt: 2009 Australien Homepage: www.brawngp.com

Brawn GP Formula One Team ist der Last-Minute-Starter der Saison. Genau drei Wochen vor der ersten Trainingssession zum Saisonauftakt in Melbourne verkündete Ross Brawn die Rettung des ehemaligen Honda-Rennstalls. 

Nachdem sich Honda Ende vergangenen Jahres in Anbetracht der weltweiten Finanzkrise und der anhaltenden Erfolglosigkeit aus der Königsklasse des Motorsport zurückgezogen hatte, kämpfte das Team um das Überleben. Letztendlich hat Ross Brawn, das ehemalige Ferrari-Superhirn, den Rennstall gekauft. Brawn war erst Ende 2007 als Teamchef zum Honda-Team gestoßen. Der 54-Jährige hatte sich, nach den erfolgreichen Schumacher-Jahren bei Ferrari, eine Auszeit gegönnt.

Zwar war das Jahr 2008 für das damalige Honda-Team und seine beiden Fahrer Rubens Barrichello und Jenson Button ein einziges Debakel, lediglich Force India war in der Konstrukteurswertung noch schlechter, doch hinter den Kulissen wurde bereits mächtig für 2009 entwickelt. Die Mannschaft in Brackley konzentrierte sich bereits seit dem Sommer fast ausschließlich auf die Entwicklung des neuen Boliden für 2009. Aufgrund der umfangreichen Regeländerungen sah man auf diesem Wege am ehesten die Chance zu den Top-Teams aufzuschießen. Daran hat sich 2009 nichts geändert und das dürfte einer der Gründe gewesen sein, warum Brawn so für den Erhalt des Teams gekämpft hat.

Wie 2008 belegen der Brite Jenson Button und der Brasilianische Rennoldie Rubens Barrichello die beiden Cockpits. Für Ross Brawn sind wenigstens diese beiden eine bekannte Konstante 2009.

Der BGP 001, so die offizielle Bezeichnung des neuen Renners, hat mit einem Mercedes-Motor ein leistungsfähiges und eben auch konkurrenzfähiges Aggregat bekommen. Während die Chefetage an der Finanzierung des Teams arbeitete, wurde in Brackley auf Hochtouren weiter geschraubt und der neue Motor eingepasst. Lediglich die fehlenden Testfahrten machen den Ingenieuren in puncto Zuverlässigkeit sorgen.

Mercedes-Motorsportchef Nobert Haug traut dem neuen Team durchaus eine Überraschung zu: „Alle Voraussetzungen, ein konkurrenzfähiges Auto zu bauen, waren gegeben. Ross weiß, wie sich ein Team zur Konkurrenzfähigkeit entwickelt, das hat er oft genug bewiesen. Ich wäre nicht überrascht, wenn der Mannschaft gleich bei diesen Tests eine Überraschung gelänge.“

(Stand: März 2009)

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