Die Ritter der Kokosnuss

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Deutsche Presse-Agentur

Für Freunde des schwarzen Humors ist der Fernsehabend am Donnerstag bei Arte reserviert. Um 21.00 Uhr zeigt der deutsch-französische Kultursender den Monty-Python-Klassiker „Die Ritter der Kokosnuss“.

In der schrägen Mittelalter-Parodie machen sich König Artus (Graham Chapman) und seine Ritter der Tafelrunde auf die Suche nach dem Heiligen Gral - zu Fuß, weil die Pferde streiken. Und so schlagen sie Kokosnüsse aufeinander, um zumindest das Geräusch von Pferdehufen im Galopp nachzuahmen.

Artus' Getreue Belvedere (Terry Jones), Galahad (Michael Palin), Lancelot (John Cleese) und Robin (Eric Idle) sind wie der König selbst äußerst groteske Figuren, die keine Peinlichkeit auslassen. Von Gott erhalten sie den Auftrag, den Heiligen Gral zu suchen. Der Job ist gefährlich: Ein blutrünstiges Zwergkaninchen und der dreiköpfige „Schwarze Ritter“ (Cleese) lauern ihnen auf. Als sie schließlich das Schloss finden, in dem der Gral aufbewahrt wird, sitzen die Franzosen schon in dem Gemäuer.

Die legendären britischen Komiker von Monty Python's Flying Circus verwirklichten mit „Die Ritter der Kokosnuss“ 1974 ihren ersten richtigen Kinofilm. Zuvor hatte es mit „Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft“ (1971) nur eine Sammlung von bereits bekannten BBC- Sketchen auf der Leinwand gegeben. Danach folgte 1979 mit „Das Leben des Brian“ das filmische Meisterstück der Spaßvögel.

Terry Jones und Terry Gilliam inszenierten mit den Kokosnuss- Rittern ein recht bizarres Spektakel, das - Überraschung - Nonsens und aberwitzige Gags aneinanderreiht und das Genre Historienfilm kreuz und quer durch den Kakao zieht. Der Witz mit den Kokosnüssen entstand aus der Not heraus: Die Monty Pythons hatten ein so geringes Budget, dass sie sich Pferde einfach nicht leisten konnten. Als Sponsoren griffen unter anderen die Rockbands Pink Floyd und Led Zeppelin in die Tasche.

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