Die Promi-Geburtstage vom 31. Januar 2009: Jean Simmons

Lesedauer: 5 Min
Deutsche Presse-Agentur

Mit ihrer makellosen Schönheit zog die Britin Jean Simmons auf der Leinwand Hollywoods berühmteste Männer in ihren Bann. Gregory Peck verfiel der brünetten Beauty in dem William Wyler-Western „Weites Land“ (1958).

In Stanley Kubricks „Spartacus“ (1960) glänzte Simmons an der Seite von Kirk Douglas und Laurence Olivier. In dem Kostümfilm „Desirée“ machte sie Marlon Brando, der den jungen Napoleon mimt, als Geliebte schöne Augen. Doch die Schauspielerin, die an diesem Samstag 80 Jahre alt wird, hatte mehr zu bieten als das, was Hollywood 1958 mit einem Ehren-Golden-Globe für die „vielseitigste Schauspielerin“ würdigte.

Zu ihren besten Rollen zählt ihr Auftritt als mörderische Femme Fatale in Otto Premingers „Engelsgesicht“ (1952), in dem sie ihren Geliebten (Robert Mitchum) mit in den Tod zieht. In „Theaterfieber“ rebelliert sie gegen ihren Vater (Spencer Tracy), in der Ehekomödie „Vor Hausfreunden wird gewarnt“ spielt sie Deborah Kerrs amüsante Freundin, in dem Musical „Schwere Jungs - leichte Mädchen“ nimmt sie es mit Marlon Brando und Frank Sinatra auf. Neben Richard Burton erhielt sie in dem Bibel-Schinken „Das Gewand“ die Hauptrolle.

Simmons wurde am 31. Januar 1929 in London in eine kinderreiche Familie geboren. Im Alter von 14 Jahren wurde die Tochter eines Turnlehrers und Tanzschülerin ohne jede Schauspielerfahrung für eine Rolle in „Give Us the Moon“ an der Seite der damals gefragten Margaret Lockwood ausgewählt. Laurence Olivier machte sie 1948, noch nicht einmal 20-jährig, als Ophelia in seinem „Hamlet“-Film weltberühmt. Für diese Rolle kürten die Filmfestspiele in Venedig sie zur besten Darstellerin, in Hollywood wurde sie dafür für einen Oscar nominiert.

1950 heiratete die Britin ihren Landsmann Stewart Granger, zusammen gingen sie nach Hollywood. Simmons wurde amerikanische Staatsbürgerin und blieb ihrer Wahlheimat bis heute treu. Als Movie-Star machte sie Karriere, doch die Ehe hielt dem Erfolgsdruck in Hollywood nicht stand. Sie ließ sich 1960 von Granger scheiden, mit dem sie eine Tochter hatte, und heiratete gleich darauf den Regisseur Richard Brooks. Der drehte im selben Jahr mit ihr den Streifen „Elmer Gantry“ mit Burt Lancaster als scheinheiliger Prediger und Simmons als fromme Missionarin.

Nach einer weiteren Oscar-Nominierung 1969 für das Ehedrama „The Happy Ending“ (mit John Forsythe und Lloyd Bridges) ging es mit ihrer Leinwandkarriere ab den 70er Jahren bergab. Nur noch selten holte man sie vor die Filmkamera, wie 1995, als sie neben Winona Ryder und Anne Bancroft in dem Frauenfilm „Ein amerikanischer Quilt“ auftrat. Simmons wechselte zum Fernsehen und landete Rollen in Serien und TV-Filmen wie „Dornenvögel“, „Fackeln im Sturm“ und „Star Trek: The Next Generation“. 2003 war sie in „Rosamunde Pilcher: Wintersonne“ zu sehen, 2008 übernahm sie die Rolle einer Witwe in dem britischen Familiendrama „Shadows in the Sun“.

Im vergangenen August jettete die ergraute Schauspielerin von Kalifornien zum Telluride Film Festival in den US-Staat Colorado, wo ihr Lebenswerk gewürdigt wurde. Auf die Frage, mit wem sie am liebsten drehte, lächelte sie diplomatisch: „Ich hatte eine ganze Menge liebenswerter Leinwandpartner, nicht wahr?“.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND TIMBERLAKE, Justin amerikanischer Popsänger 28 31.01.1981 Memphis USA WOLF, Jenny deutsche Eisschnellläuferin 30 31.01.1979 Berlin Deutschland DRIVER, Minnie britische Schauspielerin 38 31.01.1971 London Großbritannien ROTTEN, Johnny britischer Musiker 53 31.01.1956 London Großbritannien STUMPH, Wolfgang deutscher Film- und Fernsehschauspieler und Kabarettist 63 31.01.1946 Wünschelburg/Schlesien (heute Polen)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen