Die Promi-Geburtstage vom 25. Januar 2009: Alicia Keys

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Deutsche Presse-Agentur

Alicia Keys kann singen: Ihr gewaltiges Organ, dem sie von sanften Tönen bis zu spitzen Schreien die ganze Palette abverlangt, sorgt für Staunen und Gänsehaut.

Alicia Keys kann Klavier spielen: Mal streichelt sie die Tasten des auf einem runden Drehpodest platzierten schwarzen Flügels, mal hämmert sie wie wild drauf ein.

Alicia Keys kann tanzen: Sie fegt über die diversen Ebenen der Bühne und absolviert die ausgefeilten Choreographien wie das Selbstverständlichste der Welt.

Und Alicia Keys kann Lieder schreiben: Ob Ballade, R&B-Partykracher oder Soul-Stücke im Motown-Stil, ihre Songs haben Groove und Gefühl. Heute feiert die Alleskönnerin ihren 28. Geburtstag.

Was Keys alles kann, entgeht seit ihrem Karrierestart mit Anfang 20 weder Musikfans noch Kritikern oder Preisjurys. Ihre drei bisherigen Alben - ihr 2001 veröffentlichtes Debüt „Songs In A Minor“ mit dem Mega-Hit „Fallin“, das Nachfolgealbum „The Diary Of Alicia Keys“ und ihr neuestes Werk „As I Am“ eroberten alle Platz 1 der amerikanischen Billboard-Charts.

Elf Grammys hat Keys bisher erhalten, deren Trophäenschrank mit zahlreich Billboard Awards, MTV Awards, Soul Train Music Awards oder American Music Awards mehr als prächtig gefüllt ist. Am 12. Februar könnten in Los Angeles noch vier NAACP-Preise hinzukommen, die von der US-Bürgerrechtsorganisation NAACP vergeben werden, die schwarze Künstler im Film, Fernsehen und Musikgeschäft ehrt.

„Superwoman“ hieß nicht ganz zufällig ihr letzter Hit. In dem Video dazu schlüpfte Keys, die ganz nebenbei auch noch mit Jack White den Titelsong zum neuen Bond-Film einspielte, in die Rolle einer Geschäftsfrau, einer Mutter, einer Sozialhilfeempfängerin, einer Astronautin und Cleopatra. Ähnlich viele Rollen „spielt“ sie auch im wirklichen Leben: „The Secret Life of Bees“ („Die Bienenhüterin“) heißt der neue Film der Schauspielerin Alicia Keys, die ihre knapp bemessene Zeit zudem für ihre Wohltätigkeitsarbeit - sie ist Mitbegründerin der Aids-Stiftung „Keep a Child Alive“ - nutzt.

Alicia Keys, die 1981 als Tochter einer italienisch-stämmigen Mutter und eines afro-amerikanischen Vaters zur Welt kam, und in einem heruntergekommenen Viertel (Hell's Kitchen) in New York aufgewachsen ist, begann im zarten Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 14 komponierte und textete sie Songs. Das Piano ist schon lange ihr „großer Gefährte“; Chopins „Preludes“ sind für sie weit mehr als eine tägliche Fingerübung. „Chopin ist echt der Hammer“, sagte Keys dem Musik-Magazin „Rolling Stone“.

Die Klassiker verehrt sie, doch wenn es um irdische Gefühle geht, nennt sie eher Marvin Gaye, Nina Simone und auch Jimi Hendrix. Für ihren langjährigen Manager Jeff Robinson ist Keys die Verkörperung von Talent, Klugheit und Gefühl. Zugleich sei sie „so heiß wie das Getto“. „Harlem hat mich geprägt“, erzählt Keys, die eine Abneigung gegen den allzu aufgesetzten Star-Rummel hat.

Zur Mutter, von der sie stets gefördert und vor allem zur klassischen Musikausbildung angehalten wurde, hat Keys, deren eigentlicher Name Alicia Augello Cook ist, ein besonders inniges Verhältnis. Das liegt auch daran, dass der Vater sich aus dem Staub machte, als Alicia noch ein kleines Mädchen war. Dennoch kommt sie heute auch mit ihm gut zurecht und verteidigt ihn vehement gegen die „Klischees vom davongelaufenen schwarzen Vater“.

Ein bisschen Glück brauchte Alicia Keys aber dennoch, damit die Karriere in Schwung kam. 1998 wurde Clive Davis, dieser weise Impresario mit dem begnadeten Riecher für echte Talente, bei einer Party auf sie aufmerksam. Auf Anhieb erkannte er, was in der jungen Frau aus dem Armenviertel steckte: Jede Menge Talent, jede Menge Fantasie, Neugier, Lerneifer, Disziplin und Ehrgeiz.

Der große Alte der US-Musikindustrie kaufte Keys aus einem Vertrag heraus, der ihr künstlerische Fesseln anlegte, sie auf durchschnittlichen Hip-Hop trimmte. Davis ließ ihr völlig freie Hand. Alicia durfte verarbeiten, was immer sie inspirierte, von klassischen Klaviersonaten über Soul und Pop bis zum Straßenblues Harlems. Ihr Debüt „Songs in A Minor“ verkaufte sich allein in den USA mehr als sieben Millionen Mal.

NAME BERUF ALTER GEBURTSDATUM GEBURTSORT GEBURTSLAND PALLENBERG, Anita italienische Schauspielerin 65 25.01.1944 Rom Italien BERGHOFF, Dagmar deutsche Nachrichtensprecherin und TV-Moderatorin 66 25.01.1943 Berlin Deutschland JAMES, Etta amerikanische Jazzsängerin 71 25.01.1938 Los Angeles USA

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