Die Piloten der Formel 1: Timo Glock

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Schwäbische Zeitung

Team: Toyota Startnummer: 10 Land: Deutschland Geburtsdatum: 10. März 1982 Geburtsort: Lindenfels (Deutschland) Wohnort: Wersau (Deutschland) Größe: 1,69 m Gewicht: 64 kg Familie: ledig F1-Debüt: GP Kanada (2004) Bisherige Teams: Jordan (Testfahrer 2004 + 4 Rennen), Testfahrer BMW-Sauber (2007), Toyota (seit 2008) Homepage: www.speed-academy.de/timoglock

Schon nach seinem ersten Jahr in der Formel 1 hat es Timo Glock geschafft: Von Ralf Schumacher redet niemand mehr. Nur die Nummer zwei bei Toyota, sicherte der Wersauer dem Team mit dem zweiten Rang beim GP in Frankreich die beste Platzierung 2008. Auf die Frage eines spanischen Reporters, wer denn der Titel-Favorit der neuen Saison sei, meinte Glock mit viel Selbstbewusstsein: „Ich.“ Die WM-Krone scheint zwar noch zu hoch gegriffen, zeigt aber, dass sich Glock in der Königsklasse schon pudelwohl fühlt. „Toyotas Ziel ist es zu gewinnen und mein Ziel ist es zu gewinnen. Ich habe keine Zweifel daran, dass wir das Potenzial haben, dieses Ziel zu erreichen“, sagte Glock voller Überzeugung.

Unter den Top Five will er auf jeden Fall sein, wenn in Abu Dhabi die letzte Flagge der Saison 2009 geschwenkt wird. „Mehr oder weniger fangen alle bei Null an“, sagte der WM-Zehnte mit Blick auf das neue Reglement. „Man hat einfach mehr Möglichkeiten im Auto.“ Durch die verstellbaren Frontflügel und durch das KERS-System käme es ein bisschen mehr auf den Fahrer drauf an. Auch die geringere Aerodynamik muss kompensiert werden. „Das sind alles so Kleinigkeiten, die wahrscheinlich schon eine tragende Rolle spielen“, so Glock.

Insbesondere auf die Rückkehr der Slicks (profillose Reifen) freut sich Glock. Auf denen war er bereits in der GP 2 unterwegs, die Glock vor seinem Wechsel in die Formel 1 gewann. Zudem sammelte er auch in der ChampCar entsprechende Erfahrungen, „so dass ich davon ausgehe, dass ich mich sehr schnell darauf einstellen kann“.

Die drückende Finanzkrise und die hohen Erwartungen bei seinem gebeutelten Arbeitgeber scheinen Glock nicht das Gemüt zu verhageln. „Die Stimmung ist bei uns trotzdem weiterhin gut, besonders nach dem letzten Jahr, wo wir einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht haben. Nun ist jeder motiviert, auch den nächsten Schritt zu machen“, äußerte sich der leidenschaftliche Skifahrer dazu und ließ bei seinem Ziel für die anstehende Weltmeisterschaft erneut alle Bescheidenheit fahren: „Mein Traum wäre natürlich, das erste Rennen für Toyota zu gewinnen. Und so oft wie möglich wieder auf dem Podium zu stehen. Das hat mir im letzten Jahr ganz gut gefallen.“

(Stand: März 2009)

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