Die Piloten der Formel 1: Sébastien Buemi

Lesedauer: 3 Min
Schwäbische Zeitung

Team: Scuderia Toro Rosso Startnummer: 11 Land: Schweiz Geburtsdatum: 31. Oktober 1988 Geburtsort: Aigle (Schweiz) Wohnort: Manama (Bahrain) Größe: 1,76 m Gewicht: 63 kg Familie: ledig F1-Debüt: GP von Australien 2009 Homepage: www.buemi.ch

Der Schweizer Sèbastien Buemi tritt als Nachfolger von Sebastien Vettel bei der Scuderia Toro Rosso ein schweres Erbe an. Buemi, der in der vergangenen Saison in der Nachwuchsserie GP2 fuhr und dort den sechsten Platz belegte, erhielt den Zuschlag für das vakante Cockpit nach starken Testfahrten. „Unsere Ingenieure waren beeindruckt von seinem Speed im Auto und seiner Fähigkeit, zu lernen und sich weiterzuentwickeln“, sagte Teamchef Franz Tost. Ebenfalls überzeugt hatte der Youngster im letzten Jahr als Testfahrer für Red Bull.

Nach der Unterschrift für den Vertrag als Stammpilot musste Buemi erst einmal Schlucken: „Ich dachte, jetzt wird es ernst. Die Formel 1 spielt auf einem ganz anderen Level.“ Buemi, der ein Cousin von Natacha Gachnang ist, die als erste Frau in der neuen Formel 2 im kommenden Jahr an den Start geht, hat immerhin die Möglichkeit, seinen Vorgänger Vettel als jüngsten Grand-Prix-Sieger abzulösen: Alle anderen Fahrer im Feld sind älter. Auch in der Schweiz dürfte man sich etwas verwundert die Augen reiben. Seit vierzehn Jahren ist Buemi der erste Eidgenosse in der Formel 1. Zuletzt war Jean-Denis Deletraz im Pacific-Team 1995 bei zwei Rennen erfolglos geblieben.

Die größte Umstellung auf ein Formel-1-Auto sei die Koordination von gleich mehreren Dingen, verriet der Neuling. Anders als beim Kart-Sport, in dem er schon mit sechs Jahren erste Rennen fuhr, müsse er jetzt neben dem Fahren zeitgleich über Funk mit dem Team kommunizieren und ständig die Einstellungen am Auto ändern. Deshalb gibt sich Buemi vor seiner ersten Reifeprüfung noch bescheiden: „Ich will das Vertrauen, das in mich gesetzt wurde zurückzahlen.“ Vor dem Grand Prix in Australien sei es schwierig, die Standortfrage zu beantworten. Das Team wolle den Erfolg von 2008 wiederholen. „Das wird hart. Persönlich möchte ich wenigstens schneller als mein Teamkollege sein.“

(Stand: März 2009)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen