Die Piloten der Formel 1: Mark Webber

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Schwäbische Zeitung

Team: Red Bull Racing Startnummer: 14 Land: Australien Geburtsdatum: 27. August 1976 Geburtsort: Queanbeyan (Australien) Wohnort: Buckinghamshire, England (Großbritannien) Größe: 1,84 m Gewicht: 74 kg Familie: ledig, Freundin Ann F1-Debüt: Australien 2002 Größte Erfolge: WM-Zehnter 2003 und 2005 Bisherige Teams: Arrows (Testfahrer 2000), Renault (Testfahrer 2001), Minardi (2002), Jaguar (2003-04), Williams (2005-06), Red Bull (seit 2007) Homepage: www.markwebber.com

Der Australier Mark Webber gehört mit über 120 Grand Prix-Starts zu den erfahrensten Rennfahrern im Feld, aber wohl auch zu den größten Pechvögeln. In der Vorbereitung auf die neue Saison machte er diesem Ruf wieder einmal alle Ehre, als er sich im November bei einem Fahrradunfall in seiner Heimat einen schweren Schien- und Wadenbeinbruch zuzog.

Doch Mark Webber wäre nicht Mark Webber, wenn er sich nicht auch da mit Disziplin durchgebissen hätte. So verlegte er sein Fitnesstraining kurzerhand in den Pool, tauschte das Fahrrad gegen Einheiten in der Kältekammer und humpelte noch im Januar hoch erhobenen Hauptes zu seinen ersten Testfahrten im neuen Red Bull RB5.

Der große Erfolg blieb Mark Webber bislang verwehrt. Lediglich 2007 schaffte er beim Regenrennen auf dem Nürburgring mit Rang drei den Sprung auf das Siegertreppchen. Lag er sonst aussichtsreich im Rennen, versagte die Technik, spielte die Technik mit, schwächelte Webber. Das größte Manko bei dem 32-Jährigen ist die Konstanz. Dennoch genießt Webber ein hohes Ansehen. Der Australier gilt als harter Arbeiter und ist einer der besten Qualifyier. Red Bull-Teamchef Christian Horner über die Qualitäten seines Oldies: „Es gibt nicht viele Fahrer, die mit Mark über eine Runde mithalten können“. Doch ein Rennen geht meist über 50 bis 60 Runden.

Nach dem Abschied von David Coulthard hat er 2009 mit Sebastian Vettel einen extrem starken und extrem hungrigen jungen Fahrer an seine Seite bekommen. Im Gegensatz zu Webber konnte Vettel bereits seinen ersten Sieg 2008 in Monza feiern. Vielleicht gehen die Red Bull-Pläne tatsächlich auf und beide Fahrer puschen sich gegenseitig zu Höchstleistungen. Verdient hatte sich „Mister Qualifying“ einen Sieg längst.

(Stand: März 2009)

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